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Donnerstag, 23.03.2006
Geschworene zeigen sich gnädig bei Rassismus-Mord
St. Petersburg. Die Geschworenen im Prozess um den Tod eines 9 Jahre alten tadschikischen Mädchens, die in St. Petersburg von einer Gruppe Jugendlicher erschlagen wurde, haben den Hauptverdächtigen für nicht schuldig befunden. Sieben der acht Angeklagten erwarten jetzt nur Strafen wegen Rowdytums, einer wurde als einziger Geständiger freigesprochen.
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Der brutale Überfall auf einen tadschikischen Familienvater, der mit zwei Kindern vom Rodeln nach Hause ging, erschütterte im Februar 2004 die Stadt. Relativ schnell war eine Gruppe von Jugendlichen ermittelt, die die Tat begangen haben soll. Die Tötung der kleinen Churschida Sultonowa durch Messerstiche wurde allerdings nur einem von ihnen zur Last gelegt.
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Dieser Angeklagte sei jedoch nicht als schuldig überführt, befanden gestern Abend die Geschworenen nach zwölf Stunden Beratung. Wie alle anderen noch minderjährigen Mittäter erwartet ihn jetzt nur eine Strafe für Rowdytum, also die Tatsache der gewaltsamen Attacke als solche. Darüberhinaus wurde er von der Jury des Diebstahls bezichtigt, da er den Opfern ein Mobiltelefon stahl.
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Den Ermittlungen zufolge waren an dem Überfall noch drei weitere Täter beteiligt, die die Jugendlichen auch zu der Tat angestiftet haben sollen. Ihre Identität blieb jedoch im Dunkeln.
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Das Urteil mit den Strafmaßen wird erst nach erneuten Pladoyers beider Seiten vom vorsitzenden Richter gefällt. Der Prozess ist nicht öffentlich, da die Angeklagten Minderjährige sind. (ld/.rufo)
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