|
Mittwoch, 14.11.2007
Hafenarbeiter–Streik in St. Petersburg bremst Umschlag
St. Petersburg. Im Petersburger Seehafen streiken seit gestern die Arbeiter mehrerer Verladefirmen, die zur Hafengesellschaft „Morskoi Port“ gehören. Nach Angaben der Streikenden sank der Frachtumschlag um 70 bis 80 Prozent.
|
|
Die Hafenarbeiter hatten vor dem Arbeitskampf der Stadtverwaltung zugesagt, dass sie im Rahmen ihrer zwei Acht-Stunden-Schichten insgesamt vier Stunden arbeiten werden, um den Umschlag von für die Stadt lebenswichtiger Ladungen wie etwa Medikamente zu gewährleisten.
|
Die Hafenarbeiter-Gewerkschaft forderte zunächst Lohnerhöhungen um bis zu 30 Prozent. Jetzt stehen noch Forderungen von 15 Prozent und 10 Prozent mehr Lohn für die unmittelbar als Docker beschäftigten im Raum.
|
Dennoch sieht es momentan eher nach einer straken Konfrontation aus: Die Hafengesellschaft bverweigert gegenwärtig vdie Verhandlungen und versucht, die ausfallenden Arbeiten durch Mitarbeiter anderer Unternehmen erledigen zu lassen. Auch sei in der Gewerkschaftszentrale Ttelefone und Internet abgeschaltet worden, berichtet fontanka.ru. Die Hafenleitung begründete dies mit Ratten, die angeblich die Kabel durchgebissen hätten.
|
Streikankündigungen gibt es gegenwärtig auch in anderen Branchen: Am 20. November wollen wieder einmal die Arbeiter des Ford-Werkes in Wsewoloshsk in den Ausstand treten. Für den 25. November haben Petersburger Post-Fahrer einen Streik angekündigt und für den 28.11. die russischen Lokomotivführer.
(ld/rufo/St.Petersburg)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>