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Mittwoch, 16.04.2008
Haftpflicht in Russland soll deutlich teurer werden
Moskau. Die obligatorische Haftpflicht-versicherung für Fahrzeugbesitzer („OSAGO“) soll schon ab Sommer deutlich teurer werden. Die Versicherungsgesellschaften wollen eine Anhebung der Prämien um mindestens 50 Prozent durchsetzen.
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„Die jetzt gültigen Tarife wurden vor vier Jahren erarbeitet und sind inzwischen nicht mehr angemessen“, begründet Galina Jonowa, Vize-Präsidentin der Renaissance-Versicherungsgesellschaft, die geplanten Anhebungen. Die Kosten für Reparaturen und Schadenersatzzahlungen sind inzwischen deutlich gestiegen.
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Zudem wird in Russland ab 1. Januar 2009 die „Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr“ („Grüne Karte“) eingeführt. Das bedeutet, dass russische Auto- und LKW-Fahrer künftig auch im Ausland automatisch versichert sind. Die Kosten für den Aufbau eines Garantie-Fonds belaufen sich auf 11 Mio. Euro. Diese Summe wollen die Versicherer auf die Autofahrer umlegen.
Allerdings wird es nicht nur teurer. Im Versicherungsfall steigen auch die Auszahlungen. Bisher lag die gesamte Versicherungssumme bei maximal 400.000 Rubel (knapp 11.000 Euro), wobei höchstens 240.000 Rubel (6.500 Euro) für die Behandlung bzw. Beerdigung aller Opfer eines Unfalls ausgezahlt wurden. 160.000 Rubel (4.500 Euro) konnten als Reparaturzahlungen geltend gemacht werden.
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Nach der neuen Regelung soll es pro Person 160.000 Rubel (4.500 Euro) geben. In diesem Rahmen können Verletzte ihre Behandlung bezahlen. Im Todesfall werden von der Summe 135.000 Rubel (3.700 Euro) den Verwandten überwiesen.
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25.000 Rubel (800 Euro) werden für die Beerdigungskosten aufgebracht.
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