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Montag, 15.10.2007
Inflation: Russland will Zölle für Milchprodukte senken
Moskau. Russland werde die Zölle für Milchprodukte von 15 Prozent auf fünf Prozent absenken, teilte Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew mit. Die Regelung gilt zunächst für ein halbes Jahr.
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Die Preissteigerungen für Lebensmittel hatten zuvor für Unmut in der russischen Bevölkerung gesorgt. Insbesondere Milch und Milchprodukte sind in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden.
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Laut russischem Statistikamt stiegen die Preise für pasteurisierte Milch um knapp zehn Prozent, für Joghurt und Kefir um acht Prozent, für Quark um 7,5 Prozent.
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Die Lebensmittelteuerungen schlugen sich sogar auf das Inflationsniveau Russlands nieder. Das Inflationsziel acht Prozent wird in diesem Jahr verfehlt. Mit weit über neun Prozent wird sie auch über dem Vorjahresniveau liegen.
Die Senkung der Einfuhrzölle auf Milchprodukte soll die Situation entschärfen. Noch sei allerdings nicht entschieden, wann genau die Zollsenkungen eingeführt werden, erklärte Gordejew.
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Wir können die Maßnahme sofort treffen, um die Arbeit des Marktes zu erleichtern. Andererseits muss man zunächst bei den Produzenten nachfragen, wie sie dazu stehen", sagte Gordejew.
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Sollen die Zollsenkungen allerdings noch vor den Parlamentswahlen zum Tragen kommen, müssen sie in den nächsten Wochen durchgeführt werden. Die Duma-Wahlen finden am 2. Dezember statt. Im März 2008 sind Präsidentschaftswahlen. Sollten jetzt die Zölle gesenkt werden, steigen die Milchpreise erst nach den Abstimmungen wieder an.
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(ab/.rufo/Moskau)
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