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Montag, 27.03.2006
Messerattacke auf 9-jährige Mulattin in Petersburg
St. Petersburg. Am Samstag stachen zwei junge Männer in einem Aufzug auf ein neun Jahre altes Mädchen ein. Das Kind, Tochter eines Afrikaners aus Mali und einer Russin, wurde an Hals und Schläfe verletzt. Die Behörden ermitteln wegen Mordversuchs. Parallelen zum gegenwärtig vor Gericht verhandelten Fall einer gleichaltrigen Tadschikin, die von einer Jugendbande getötet wurde, sind augenfällig.
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Das dunkelhäutige Mädchen spielte in einem Hof am Ligowski Prospekt, wobei ihr Stiefvater sie durch das Fenster beobachtete. Als die 9 Jahre alte Lilian dann gegen 20 Uhr nach Hause ging, betraten gemeinsam mit ihr zwei junge Männer das Treppenhaus und stiegen mit ihr in den Lift.
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Dort stach einer der Täter auf das Kind ein, worauf die beiden etwa 18 bis 19 Jahre alten Männer flüchteten. Das Kind schaffte es trotz der Verletzungen und eines Schocks bis zur eigenen Wohnungstür und klingelte dort. Ihr Zustand wird von den Ärzten inzwischen als befriedigend bezeichnet.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft riefen die Täter keine nationalistischen Losungen und waren optisch auch nicht Skinheads ähnlich.
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Dass die Tat in Zusammenhang mit dem Fall der gleichaltrigen Churscheda steht, die vor zwei Jahren bei einem Überfall einer Jugendbande auf eine tadschikische Familie tödliche Messerstiche erhielt, wird von den Ermittlern nicht ausgeschlossen.
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In der vergangenen Woche hatten die Geschworenen in dem Prozess gegen acht minderjährige Angeklagte den Hauptverdächtigen vom Mordvorwurf freigesprochen, aber sieben Tatbeteiligte wegen „Rowdytums“ für schuldig befunden. Die Urteile stehen noch aus. (ld/.rufo)
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