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Freitag, 22.02.2008
Russische Frauen und Kinder Opfer häuslicher Gewalt
Moskau. In Russland werden jedes Jahr 14.000 russische Frauen von ihren Ehemännern getötet. Viele der Opfer wurden bereits zuvor systematisch misshandelt. In jeder vierten russischen Familie gibt es häusliche Gewalt.
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Zwei Drittel der vorsätzlichen Tötungen und schweren Misshandlungen in Russland werden im Familienkreis ausgeübt. Auch Kinder werden vielfach zum Opfer. Häusliche Gewalt ist einer der Gründe für die hohe Kinderobdachlosigkeit in Russland.
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Pro Jahr werden etwa zwei Millionen Kinder systematisch geschlagen. Rund 50.000 Kinder fliehen vor ihren prügelnden Eltern, teilte Russlands Innenminister Raschid Nurgalijew mit. Viele landen auf der Straße. Schätzungen zufolge gibt es ein – zwei Millionen obdachlose Kinder in Russland.
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Die Ursachen für häusliche Gewalt liegen vor allem im sozialen Bereich: Arbeitslosigkeit und niedrige Einkünfte. Hinzu kommen nach Einschätzung Nurgalijews der in Russland weit verbreitete Alkoholismus und Drogensucht.
Die Behörden haben auf die erschreckenden Zahlen mit der Einführung so genannter „Familieninspektoren“ reagiert. Diese sollen bereits im Vorfeld das Aufkommen häuslicher Gewalt verhindern.
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Bürgerrechtler kritisieren diese Initiative jedoch als unzureichend. Derzeit gibt es nur in den Regionen Murmansk, Stawropol und Sachalin Familieninspektoren. Die Gesamtzahl beläuft sich auf 30 Personen. Eine Ausweitung des Programms wird angestrebt.
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(ab/epd/.rufo/Moskau)
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