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Freitag, 18.01.2008
Umweltaufseher Oleg Mitwol tritt zurück
Moskau. Der stellvertretende Leiter der russischen Umweltaufsichtsbehörde, Oleg Mitwol, tritt zurück. Mitwol wurde vor allem wegen seiner Kampagne gegen den amerikanischen Ölkonzern Shell und dessen Konsortium Sakhalin Energy bekannt.
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Das Rücktrittsgesuch Mitwols landete am Freitag beim Minister für Bodenschätze, Juri Trutnew. Eine Reaktion darauf ist noch nicht erfolgt.
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Bereits in der vergangenen Woche hatte Mitwols Vorgesetzer Sergej Saj seinen Rücktritt eingereicht. Allerdings hatte Premier Viktor Subkow das Gesuch zurückgewiesen. Möglicherweise handelt es sich um einen Machtkampf innerhalb der Umweltaufsichtsbehörde.
Mitwol wurde bekannt durch sein rigoroses Vorgehen gegen das internationale Öl- und Gaskonsortium Sakhalin Energy. Mitwol warf den beteiligten Unternehmen Shell, Mitsui und Mitsubishi vor, schwere Umweltschäden verursacht zu haben.
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So soll das Konsortium Hunderte Kilometer Wald auf der russischen Fernostinsel abgeholzt haben. Die Pipelines des Konsortiums seien mit völlig veralteten Technologien gebaut, bei der Errichtung einer Flüssiggas-Fabrik sei die zuvor Fisch- und Krabben-reiche Aniva-Bucht in eine weitgehend tote Zone verwandelt worden, hatte Mitwol kritisiert und milliardenschwere Klagen sowie die Einziehung der Lizenz angedroht.
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Der Streit wurde erst beigelegt, als der russische Erdgasmonopolist Gazprom in das Projekt einsteigen konnte. Ähnliche Überprüfungen gab es später auch bei dem russisch-britischen Joint-Venture TNK-BP.
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