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| An Überfälle auf Ausländer in der Moskauer Metro haben sich manche schon gewöhnt ... (Foto: TV) | |
Montag, 15.12.2008
10 Jahre Jugendstrafe für Skinheads wegen Mordserie
Moskau. Gegen eine Skinheadbande hat ein Moskauer Gericht heute die höchstmöglichen Strafen verhängt. Der Jugendbande wurden 20 Morde und 12 Mordversuche an Ausländern vorgeworfen. Die beiden Anführer bekamen nur jeweils 10 Jahre.
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Fünf andere Bandenmitglieder wurden zu Lagerhaft zwischen sechs und zwanzig Jahren verurteilt - weil sie im Gegensatz zu den Anführern zum Tatzeitpunkt teilweise schon volljährig waren. Diese kamen mit relativ geringen Strafen davon, weil sie während dervon ihnedn organisierten Mordserie noch minderjährig waren.
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Angehörige der Opfer erklärten verbittert vor Gericht, das Urteil sein ungerecht, denn es sehe im Durchschnitt nur anderthalb Jahre Haft für einen Mord vor.
Die Bande hatte unter anderem einen ihrer Morde für einen Propagandavideofilm unter dem Titel "Lustige Spaziergänge" aufgenommen. Hauptlosung des Films: "Russland den Russen."
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Mörderischer Videofilm In dem Film wurde in allen Einzelheiten gezeigt, wie vier Skinheads in einem Moskauer Wohngebiet einen jungen Mann asiatischen Aussehens vor den Augen seiner Freundin zusammenschlagen und mit einer Serie von Messerstichen töten. Der Film wurde anschliessend per Internet und E-Mail verbreitet.
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Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten die Bildung einer organisierten Bande vor. Sie hätten vom August 2006 bis zum Oktober 2007 ihre Taten "unter dem ideologischen Einfluss verschiedener Jugendorganisationen und deren Ideen über die Minderwertigkeit von Menschen nicht-slawischer Abstammung" begangen.
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Alle Bandenmitglieder waren Anhänger neofaschistischer russischer Jugendorganisationen. Sie hatten sich auf verschiedenen Internetforen kennen gelernt.
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Schon der zweite Skinheadprozess im Laufe eines Vierteljahres Bereits im September hatte das Moskauer Stadtgericht dreizehn Mitglieder einer anderen Jugendbande zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Sie hatten den Jugendschachmeister der russischen Teilrepublik Jakutien ermordet und neun andere Opfer schwer verletzt.
Neue "Kampforganisation russischer Nationalisten" In der vergangenen Woche war in russischen Medien ein Bekennerschreiben einer "Kampforganisation russischer Nationalisten" aufgetaucht, mit dem die Verantwortung für einen Mord an einem jungen tadschikischen Gastarbeiter übernommen wurde. Der abgeschnittene Kopf des Mannes wurde in einem Müllcontainer deponiert.
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Die "Kampforganisation" bezeichnete das als Racheakt für die Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Moskauerin durch einen usbekischen Arbeiter.
Die "Nationale Kampforganisation" drohte auch "verräterischen Beamten" Vergeltungsaktionen an.
Der bekannteste Sprecher der Neonazi-Szene, Alexander Below, Gründer der Bewegung gegen Illegale Einwanderung (DPNI), erklärte, diese Kampforganisation sei eine Provokation "von ganz anderer Seite".
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Below, der sonst aufgerufen hatte, Ausländer zu vertreiben, war vor 10 Tagen bei einem Überfall auf ihn selbst schwer verletzt worden.
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