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| Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung in Tula (Foto: TV) | |
Montag, 05.11.2007
Brand in russischem Altersheim fordert über 30 Tote
Tula. Der Brand in einem Altersheim in der Nähe der Industriestadt Tula nimmt immer katastrophalere Ausmaße an. Inzwischen sprechen die Bergungskräfte von über 30 Toten. Fahrlässigkeit führte zu dem Unglück.
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Am Sonntagmittag ging der Feueralarm bei den Rettungskräften in Tula ein. Teilweise über 100 Feuerwehrleute waren bei der Brandbekämpfung aktiv. Nach fünf Stunden waren endlich die Flammen unter Kontrolle – das Gebäude brannte praktisch aus. 1.700 Quadratmeter standen nach Angaben der Behörden in Flammen.
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Anzahl der Opfer steigt
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Zunächst war von sieben Toten die Rede, etwa 300 Insassen des Altersheims mussten evakuiert werden. Bei der Begutachtung der ausgebrannten Räumlichkeiten stoßen die Bergungskräfte nun auf immer weitere Leichen. Inzwischen liegt die Zahl der Opfer schon bei 31, eine weitere Erhöhung der Zahl ist nicht ausgeschlossen.
Nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen führte ein Kurzschluss zu der Katastrophe. Auf der obersten Etage eines Seitenflügels brach das Feuer aus. Die Flammen verbreiteten sich schnell über das Holzdach.
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Strafverfahren wegen Übertretung der Sicherheitsbestimmungen
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Die Behörden haben ein Strafverfahren wegen Nichteinhaltung der Sicherheitsbestimmungen mit Todesfolge eingeleitet. In dem Gebäudeflügel gab es keine Feuer-Alarmanlage. Zudem werfen die ermittelnden Beamten dem Personal massives Fehlverhalten vor.
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So ging der Anruf bei der Feuerwehr erst eine halbe Stunde nach dem Ausbruch des Feuers ein. Die Rettungsfahrzeuge waren fünf Minuten nach dem Anruf vor Ort – da hatten die Flammen bereits über 1.000 Quadratmeter des Gebäudes erfasst.
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Trauer in Tula am Dienstag
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Der Gouverneur Tulas Wjatscheslaw Dudke hat wegen der Katastrophe den morgigen Dienstag bereits zum Trauertag erklärt. Russlands Premier Viktor Subkow hat ihn und Katastrophenschutzminister Schoigu angewiesen, den Vorfall genau zu untersuchen.
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Brandkatastrophen in Altersheimen kein Einzelfall
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Es ist nicht die erste Brandkatastrophe in einem russischen Altersheim in diesem Jahr. Im März kamen bei einem Großfeuer im südrussischen Gebiet Krasnodar 63 Rentner ums Leben. Im Juni starben im sibirischen Gebiet Omsk zehn Personen bei einem Brand im Altersheim.
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Zudem forderte ein Brand in einer psychiatrischen Anstalt im Mai dieses Jahres drei Tote und 38 Verletzte. Veraltete (oder nicht vorhandene) Feuerlöschsysteme und Fahrlässigkeit führten in der Vergangenheit zu diesen Katastrophen.
(ab/.rufo/Moskau)
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