 |
|
| Rubin führt die noch sehr frische Tabelle an. | |
Dienstag, 25.03.2008
Fußball: Die Großen fangen wieder an zu gewinnen
Moskau. Der zweite Spieltag der Premierliga-Saison 2008 zeigt fast das gewohnte Bild: Die Topvereine holen die Punkte, die Außenseiter verlieren. Ganz oben stehen mit Amkar und Rubin vorerst zwei Mittelklasseklubs.
|
|
Während die Favoriten Zenit, Spartak, ZSKA und Lokomotive am ersten Spieltag allesamt keinen Sieg einfahren konnten, schöpften sie am letzten Wochenende allesamt aus dem Vollen – vier Spiele, vier Siege.
|
Zenit hatte es am Sonntag auswärts beim FC Moskwa am leichtesten. Der Sieg der Petersburger stand von der ersten bis zur letzten Minute außer Zweifel. Die Schützlinge von Oleg Blochin, Ex-Coach der ukrainischen Nationalmannschaft, wirkten völlig hilflos. Genaueres zu dieser Begegnung und die aktuelle Tabelle sind auf unserer Fußball-Seite zu finden.
|
Spartak im Glück, ZSKA auf Standardkurs
|
Spartak Moskau holte sich mit einem einzigen Tor (32. Minute, Welliton) drei Punkte, hatte aber eine ganze Portion Glück dabei. Die Gäste aus dem westsibirischen Tomsk waren alles andere als ein bequemer Punktelieferant. Die Moskauer können sich bei ihrem Klassekeeper Stipe Pletikosa bedanken, der ein paar richtig gefährliche Schüsse parierte. Nicht umsonst wurde der Kroate vom Fernsehkanal „Sport“ zum besten Fußballer des Spieltages erklärt.
|
ZSKA Moskau überrollte in Samara Krylja Sowetow. Schade für die fußballbesessenen Einheimischen – man hatte sich so sehr auf den Saisonbeginn gefreut, das Stadion war so gut gefüllt wie selten zuvor, und nach dem spektakulären 3:0 von letzter Woche in Grosny erwarteten alle eine positive Fortsetzung.
|
Daraus wurde nun rein gar nichts. Die „Flügelchen“ kamen nicht ein einziges Mal ernsthaft vor Igor Akinfejews Tor. Die Armeekicker zeigten zwar auch keine hohe Ballkunst, nutzten aber eiskalt die Standardsituationen. Jeweils in der 21. Minute beider Halbzeiten fiel ein Tor – zuerst traf Alexej Beresuzki, dann Jo.
|
Loko zeigt Charakter
|
Die „Eisenbahner“ aus Moskau waren die ersten Gäste beim Aufsteiger Schinnik und verdarben den Jaroslawler Fans gehörig die gute Laune zum heimischen Neustart im Fußball-Oberhaus. Zwar ging Schinnik nach einem zweifelhaften Elfmeter gegen Ende der ersten Hälfte in Führung, aber Loko ließ sich nicht lumpen.
|
Nach der Pause lief der nigerianische Legionär Peter Odemwingie zur absoluten Hochform auf. Der in Taschkent in der ehemaligen Sowjetunion Geborene spricht hervorragend Russisch und fühlt sich in Russland wie zuhause. Das zeigte sich auch auf dem Platz – neben zwei Toren traf er auch noch zwei Mal die Latte.
|
Rubin und Amkar übernehmen die Führung
|
In Kasan gab es Fußball zum Einschlafen, aber Rubin gewann mit dem faden 1:0 gegen Lutsch-Energija schon das zweite Spiel und führt damit die (zugegebenermaßen noch wenig aussagekräftige) Tabelle an.
|
Auch Amkar hat nach zwei Spielen sechs Punkte auf dem Konto. Zu Gast bei Spartak Naltschik, holten sich die Kicker aus Perm den zweiten Auswärtssieg in Folge. Das Spiel war das gröbste des Wochenendes und zeitigte sieben gelbe Karten und eine rote.
|
Dynamo kommt in Gang
|
Nach der „Eisschlacht“ am vorletzten Wochenende in Tomsk (wie wir berichteten, fand das Spiel Dynamo-Tom bei minus 15 Grad statt) empfing Dynamo Moskau die Kollegen aus Chimki vom Moskauer Stadtrand. Die Gäste zeigten wenig bis gar nichts; Dynamo spielte frisch auf und siegte durch einen Doppelpack des Bulgaren Zwetan Genkow hoch verdient.
|
Die schlechteste Leistung von allen zeigt bisher der Aufsteiger Terek Grosny. Saturn hatte überhaupt keine Probleme, mit den Gästen ins Reine zu kommen. Zwar schoss Terek sein erstes Tor in der Saison, musste aber drei Gegentore einstecken. Mit einer Bilanz von 1:6 in zwei Spielen sieht es zum Thema Klassenerhalt für die Mannschaft aus Tschetschenien erst einmal düster aus.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>