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| Vergoldetes Bett als Zeichen von Luxus (Foto: Jahn/.rufo) | |
Montag, 21.09.2009
Moskauer Millionärsmesse in finanziellen Schwierigkeiten ?
Moskau. Russlands Reiche bezahlen nicht gern Rechnungen – siehe Deripaska. Am Beispiel der Oligarchen hat sich wohl auch der Veranstalter der Millionärsmesse in Moskau orientiert. Nun läuft eine Bankrottklage gegen ihn.
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2008 konnten Schaulustige im Ausstellungszentrum „Krokus Expo“ auf der Fläche von 33.000 Quadratmetern Segel- und Motoryachten, Bentleys und Bugattis oder vergoldete Uhren und Telefone im Wert von je knapp einer halben Million (Dollar) begutachten – eben alles, was man als Superreicher für das tägliche Leben so braucht.
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Schulden angehäuft Nun hat eben jenes „Krokus Expo“ geklagt. Gegenüber dem Ausstellungszentrum nahe des Moskauer Autobahnrings hat die GmbH „Millionaire Fair“ wohl einige Schulden. Es laufen Klagen über 1,5 Mio. Rubel und 3,44 Mio. Rubel (zusammen etwa 110.000 Euro).
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Dabei geht es einmal um die noch ausstehende Bezahlung von Dienstleistungen aus dem letzten Jahr, andererseits will „Krokus Expo“ Kompensation für Vertragsbruch; schließlich sollte die Luxusmesse eigentlich auch dieses Jahr wieder im „Krokus Expo“ stattfinden. Die Bankrottklage diene dem Eintreiben der Schulden, erklärt Krokus-Pressesprecherin Tatjana Stoljarskaja.
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Millionär als Lebensstil Bei „Millionaire Fair“ erklärt man die Klage einfach damit, dass „Krokus Expo“ über den Umzug der Millionärsmesse in die kremlnahe Moskauer Manege verärgert sei. Dies sei ein finanzieller als auch ein Imageverlust für „Krokus Expo“, erklärte Jelena Kudosowa, Exekutiv-Direktorin der Messe. Die ausbleibenden Zahlungen kommentierte sie nicht.
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„Die Millionaire Fair ist eher ein Lebensstil als einfach nur eine Ausstellung. Das ist eine Märchenwelt des Luxus – ein Mittelding zwischen dem berühmten Londoner Kaufhaus Harrods und Disneyland“, schwärmte der Begründer der Messe, Yves Gijrath einmal.
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Umzug: Millionärsmesse an den Kreml Inzwischen sind auch die Ansprüche bei den Millionären etwas geringer geworden. Die Millionärsmesse will daher in diesem Jahr in der kremlnahen Manege unterkommen. (Zudem ist der Weg so für die Klientel der Messe kürzer.) Dort braucht die Messe gerade einmal 8.000 Quadratmeter – auch Luxusartikel sind offenbar in der Krise nicht mehr so stark gefragt.
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Ob die Messe überhaupt stattfindet, muss nun wohl ein Gericht entscheiden. Sollte der Veranstalter für bankrott erklärt werden, müssten die Moskauer in diesem Jahr wohl auf die Protz-Präsentation verzichten. Die meisten könnten damit leben.
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