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| Überschwemmung in Jekaterinburg. Das alte Abwassersystem vieler russischer Städte könnte mit Wolkenbrüchen überlastet werden (Foto: Ballin/.rufo) | |
Dienstag, 10.08.2010
Nach Hitze und Smog drohen Russland heftige Unwetter
Moskau. Noch haben Hitze und Waldbrände Russland fest in ihrer Gewalt. Frühestens Mitte August soll es kühler werden. Doch dann wartet neues Ungemach: Meteorologen warnen vor Stürmen und Überschwemmungen.
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Es ist eine Jahrtausendhitze, erklärt Alexander Frolow, der Leiter des russischen Wetterdienstes RosGidroMet. Selbst in den Archiven gebe es keine Angaben zu vergleichbaren Hitzewellen in den letzten 1.000 Jahren, erklärte der Meteorologe.
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Dem heißen Sommer folgt stürmischer Herbst Doch so sehr die Russen derzeit zwischen Moskwa, Wolga und Ural unter der Hitze mit ihren Folgeerscheinungen Dürre, Waldbrände und Smog leiden, so schnell könnten sie schon bald mit neuen Naturkatastrophen konfrontiert werden.
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Wetterexperten warnen vor heftigen Gewittern, Stürmen und Wolkenbrüchen im August und September. Wegen der Wetteranomalie in diesem Jahr könnten die üblichen Unwetter um diese Jahreszeit besonders heftig ausfallen.
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Meteorologen warnen vor Wirbelstürmen Die Wahrscheinlichkeit von Wirbelstürmen sei besonders groß in Regionen, wo der Temperaturunterschied zwischen der erhitzten Erdoberfläche und der noch relativ kühlen Wassermasse sehr groß sei. Gefährdet sind nach Einschätzung der Meteorologen Zentralrussland und das Wolga-Gebiet, einzelne Abschnitte im Ural, aber auch die Schwarzmeerküste und der angrenzende Nordkaukasus.
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Russland ist auf Stürme und Wolkenbrüche allerdings nur schlecht vorbereitet. Das Kanalisationssystem ist alt und gerät schon bei normalem Regen in vielen Städten an die Grenze der Belastbarkeit.
Auch die Bausubstanz vielerorts bietet Stürmen keinen ausreichenden Widerstand. Schon bei einer Windgeschwindigkeit von 70 – 80 km/h fegt der Wind alte Schuppen davon oder deckt die Dächer ab.
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Fällt das Stromnetz aus? Bei Geschwindigkeiten von 110 km/h fällt der Sturm Bäume, zerstört E-Leitungen und Strommasten. Nach Angaben von Klimaforschern können Wirbelstürme in Russland Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h entwickeln. Viele Stromleitungen in Russland seien auch in Städten immer noch oberirdisch verlegt und damit anfällig für Sturmschäden, warnen Experten.
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Einen Vorgeschmack auf mögliche kommende Ereignisse lieferte das Unwetter Ende Juli nahe St. Petersburg, bei dem über 250.000 Menschen in mehr als 1.000 Ortschaften und Datschensiedlungen vom Stromnetz abgeschnitten wurden.
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