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Friedennobelpreis für Pussy-Riot-Anwälte? (Foto: Lifejournal)
Friedennobelpreis für Pussy-Riot-Anwälte? (Foto: Lifejournal)
Freitag, 28.09.2012

Pussy Riots wollen Friedensnobelpreis für ihre Anwälte

Moskau. Die wegen eines „Punk-Gebets“ gegen Putin zu zwei Jahren Haft verurteilten Frauen von Pussy Riots schlagen ihre Anwälte für den Friedensnobelpreis vor. Menschenrechtlerin Alexejewa hält wenig von dieser Initiative.

Für den Sacharow-Preis des Europaparlaments sind die Punkrockerinnen schon nominiert. Vor einer Woche hat Yoko Ono ihnen für ihre freche Aktion in der orthodoxen Hauptkirche Russlands den Friedenspreis „Lennon-Ono“ verliehen. Sie stehen weiterhin auf der Liste zum Kandinsky-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunst.

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“Nominierung ein politisches Ereignis“


Jetzt ergreifen sie selbst die Initiative und bitten ihre „Freunde und Anhänger, die Parlamentsabgeordneten freier Länder und Kulturschaffende“, ihre drei Anwälte für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, der am 10. Oktober in Stockholm vergeben wird.

Nikolai Polosow, Mark Fejgin und Violetta Wolkowa seien nicht nur Anwälte, sondern Politiker, so die drei verurteilten Bandmitglieder: „Ohne ihre Hilfe wäre es nicht gelungen, der Weltöffentlichkeit das Gerichtssystem unseres Landes zu zeigen.“

Fejgin findet die Idee gut. Nicht, weil er mit dem Preis rechnet, sondern weil dadurch Aufmerksamkeit erregt wird: „Eine Nominierung ist an sich schon ein politisches Ereignis. Das ist eine bestimmte Reaktion auf die Handlungen der Staatsmacht.“

“Zu viel Lärm“


Ludmila Alexejewa, die Vorsitzende der Moskauer Helsinki-Gruppe, findet die Idee nicht gut. Das sei ein Versuch, „den großen Lärm um den Prozess zu verlängern“, so Alexejewa gegenüber Interfax. Die Anwälte hätten eine solche Nominierung nicht verdient.

„Ich finde nicht, dass die Advokaten eine glänzende Arbeit geleistet haben“, so Alexejewa. „Der Prozess war nicht rechtskonform, und jeder sachkundige Anwalt hätte seine Arbeit überzeugend leisten können.“ Diese Sachkundigkeit hätte den Verteidigern aber gefehlt.

Alexejewa hatte an früherer Stelle erklärt, sie unterstütze die Aktion von Pussy Riot nicht, sei aber gegen eine strafrechtliche Verfolgung. Sie hätten höchstens eine Ordnungsstrafe wegen „geringen Rowdytums“ verdient.



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Walter Nothaft 29.09.2012 - 12:21

Gehts noch ?

\\r\\nGehts noch perverser ?\\r\\nKann Herrn Niemeier nur zustimmen.\\r\\nWollen Sie denn wirklich, dass der Nobelpreis total politisiert und damit entwertet wird ?\\r\\n


Royaler 29.09.2012 - 10:41

Gegenüberstellung

Was steht auf der einen Seite:
Der friedliche, ideenreiche Protest
Was steht auf der anderen Seite,
eine nahezu faschistoide Staatsmacht.

Was ist hier massiv zu hinterfragen, zu kritisieren und lohnt der Beschäftigung?

Bei dieser Gegenüberstellung kann nur eines ziehn - und der Rest wird marginal.

Nur scheint man die Gewichte aus den Augen zu verlieren.

Pussy Riot war ein Treffer - und wenn der jetzt aufgebauscht wird
- tut das Niemandem weh.


Uwe Niemeier 28.09.2012 - 21:34

Nun wird es aber langsam albern,

... und ich warte nur noch darauf das der Papst die drei heilig spricht. Ach so, vorneweg müssen sie noch ins Kabinett von Mandame Tyssot.


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