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Nichts geht mehr: Auf der M10 hat sich im Gebiet Twer ein schier endloser Lkw-Stau gebildet (Foto: vkontakte.ru)
Nichts geht mehr: Auf der M10 hat sich im Gebiet Twer ein schier endloser Lkw-Stau gebildet (Foto: vkontakte.ru)
Sonntag, 02.12.2012

Straße Moskau-Petersburg ein Wochenende lang blockiert

Moskau. Heftige Schneefälle haben am Freitag den Verkehr in Nordwestrussland lahm gelegt. Zwischen Moskau und Petersburg stehen Lastwagen in einem 100 Kilometer langen Stau – obwohl die Trasse angeblich wieder frei ist.

Bei Russland-Aktuell
• Moskau-Petersburg: 190 km Stau, Verkehr fließt jetzt wieder (03.12.2012)
Die seit Tagen angekündigten Schneefälle haben vor allem das Gebiet Twer in eine Schneewüste verwandelt. Dort fielen am Freitag etwa 70 Zentimeter Neuschnee.

Im Bereich der Städte Wyschnii Wolotschek und Torschok ging daraufhin auf der M10, der wichtigsten Fernstraße Russlands, gar nichts mehr - und das für lange: Fernfahrer sprechen gegenüber russischen Medien von einem Stau, der sich 100 Kilometer weit über die Trasse zieht.

Hilfe für Festsitzende kommt nicht an


Der Katastrophenschutzdienst MTschS berichtete, er habe auf den betroffenen Straßenabschnitten am Wochenende mit der Ausgabe von Essen, Trinkwasser und Treibstoff für die festsitzenden Fahrer begonnen und Punkte zum Aufwärmen eingerichtet. Ärztliche Hilfe hätten aber nur zwei Personen benötigt.

Bei Russland-Aktuell
• VIP-Unfall: Vize-Gouverneur stirbt bei Autounfall (30.11.2012)
• Russischer Katastrophenschutz sagt Weltuntergang ab (30.11.2012)
• Schneefall in Moskau ruft Verkehrschaos hervor (29.11.2012)
• Warnung: Es wird Winter – und zwar gleich sehr heftig! (27.11.2012)
• Bald Doppeldeckerzüge zwischen Petersburg und Moskau (15.08.2012)
Viele Trucker beklagten sich aber, die Hilfe hätte sie nie erreicht – schließlich können sie ihre Lastwagen nicht im Stich lassen. Über das russische soziale Netzwerk vkontakte.ru organisieren unterdessen Freiwillige Versorgungsfahrten zu den festsitzenden Lastwagen, während Anwohner und Betroffene Lageberichte abgeben, auf Hilfsbedürftige hinweisen und Umleitungs-Empfehlungen geben.

Straße wieder einigermaßen frei - aber nicht für LKW


Am Sonntag Morgen meldete der russische Katastrophenschutz, die Straße sei wieder frei und der Verkehr fließe. Dies betreffe aber nur Personenwagen und Omnibusse. Außerdem sei mit vorübergehenden Sperrungen von Abschnitten wegen Schneeräumeinsätzen zu rechnen.

Fernfahrer berichteten allerdings, dass die Meldungen über die Wiederfreigabe der Strecke zu optimistisch seien. Während der Verkehr in Richtung Moskau offenbar wieder einigermaßen fließt, ist die Strecke in Richtung St. Petersburg nach wie vor weitgehend blockiert – sei es durch den Schnee oder die dicht auf dicht stehenden Lastwagen.

In Richtung Petersburg besser über Pskow


Der St. Petersburger Katastrophenschutz appellierte am Sonntag an alle Autofahrer, die Strecke weiterhin zu meiden.

Wer eine Fahrt zwischen den beiden russischen Metropolen nicht aufschieben könne, sollen von Moskau die M9 in Richtung lettische Grenzen nehmen und über Pskow nach St. Petersburg fahren.



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Cello 03.12.2012 - 05:15

Aus der Kritik lernen.

@Uwe Niemeier

Natuerlich ist man gegen ploetzlich auftretende Niederschlaege nicht immer bestens gefasst. Doch in diesem Fall kamen sie ja nicht wirklich so ueberraschend. Ich gehe mit Ihnen einig, dass auch oftmals solche unliebsamen Wetterkapriolen die westlichen Strassenunterhaltsgesellschaften ans Limit und manchmal gar darueberhinaus gefordert werden. Doch LKW-Staus von 100 Km sind mir unbekannt. Selbst in den beruehmtberuechtigten Kasselerbergen der Autobahn HA-FRA-BA gibt es solche in dieser Dimension nicht und dies denke ich bei taeglich groesseren Verkehrsaufkommen als zwischen Moskau und Piter. Es ist alles Sache der Organisation und selbstverstaendlich auch der Infrastruktur der Maschinerie (Raeumfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge usw.).

Ja, ja wer kennt sie nicht, die alljaehrlichen innerstaedtischen \"Geysire\"! Diese jedoch bestaetigen die Qualitaetsarbeit, welche waehrend den Sommermonaten geleistet wird, wie aber auch das Verschwinden von Finanzen, welche fuer die Renovation oder Erneuerung der Leitungen bereitgestellt werden, eigentlich zum Wohle der Bevoelkerung.

Ich denke, dass die Nationalitaeten der Wissenden betreffend Gespraeche in dieser Hinsicht eher zweitrangig sind, doch liegt es ueberhaupt im Interesse aller Beteiligten Loesungen erzielen zu wollen?

Der Verfasser @gerd erlaeuterte dazu in einem vorangegangenen Kommentar einige gute Beispiele, betreffend

Zitat:

- Hat der Westen daran ein Interesse das RU und auch andere Länder auf den gleichen technischen Stand produzieren? Ein klares NEIN, ansonsten würde man seine Absatz Chancen verringern. -

- Haben die massgeblichen Beamteneliten in RU ein Interesse daran, ebenso klar ein NEIN, man würde ja eine Einnahme Quelle verlieren. Man erinnere sich nur an Siemens und Schwarze Kassen. -


Uwe Niemeier 02.12.2012 - 17:22

Wie jedes Jahr - Weihnachten kommt unerwartet

… und damit Cello, so schwer wie es mir fällt, kann ich gegen Ihre Kritik nichts, absolut nichts, sagen. Sie haben einfach recht.

Obwohl – ich kann es nicht lassen eine Rechtfertigung zu suchen – was die „Betreuung der großen föderalen Straßen/Autobahnen anbelangt – da glaube ich, hat jeder Staat so seine Schwierigkeiten. Auch in Deutschland können Autobahnen nicht sofort und idealer Weise beräumt werden, zumal wenn es ein dauernder Schneefall ist.

Aber ich erweitere Ihre Kritik ein wenig auf Dinge, auf die man wirklich Einfluss nehmen kann. Jedes Jahr wird in Russland in den Sommermonaten für Monate das Warmwasser abgestellt. Begründung: Prophylaktische Arbeiten für die Winterperiode. Und trotzdem kommt es zu Havarien des Heizungssystems und der Warmwasserversorgung.

Spätestens im Oktober melden die städtischen Behörden die Bereitschaft für den Winter. Alles ist tiptop. Schneeräumgeräte sind gewartet, Schaufeln, Schippen, Sand und Salz sind ausreichend vorhanden und alle warten nur sehnsüchtig auf den ersten Schnee. Und wenn er denn kommt – na, reden wir nicht weiter darüber. Die letzten zwei Jahre hat es einigen Leuten in Kaliningrad Kopf und Kragen gekostet.

Aber nun schauen wir mal weiter. Sie Cello und ich wissen, dass es hier in Russland u.a. zu diesem Thema Unzulänglichkeiten gibt. Und außer uns beiden wissen das jetzt noch andere Deutsche. Und alle haben Ideen wie man das Problem lösen könnte. Das wäre doch die Gelegenheit, wenn man es denn klug anstellt und nicht belehrend und oberlehrerhaft auftritt – und vielleicht auch noch Resolutionen verfasst – mit den Russen ins Gespräch zu kommen, Lösungsvarianten anzubieten und dann Geld zu verdienen.

Katharina die Große hat damals, vor ein paar hundert Jahren jede Menge deutscher Spezialisten ins Land geholt. Das war für sie kein großes Problem, da sie selber Deutsche war und mit gutem Beispiel vorangegangen war. Und in Deutschland gab es viele, die dort für sich keine Perspektive sahen oder Leute, die sich einfach nur einer neuen, interessanten Aufgabe stellen wollten. Und so kam es zur Geburt einer neuen Nationalität in Russland – den RusslandDeutschen. Heute muss man nicht auswandern, aber neben kritisieren kann man auch Lösungen anbieten und damit vielleicht auch noch Geld verdienen. Also: Warum nicht?


Cello 02.12.2012 - 15:41

Hinter dem Mond zuhause!

Da fragt man sich, ob Russland ueber keinen meteologischen Dienst verfuegt? Ich meine doch er existiert, denn diese Schlechtwetterprognose mit ihrer dazugehoerigen Niederschlagsfront wurde schon Anfangs Woche 48 bekannt gegeben. Also sicherlich genuegend Zeit fuer eine Vorbereitung fuer alle betroffenen Unterhaltsfirmen, Katastrophenschutz usw. Zudem glaube ich im Wissen zu sein, dass RU uber eine, oder mehrere eigene Heliproduktion/en verfuegt, wo bleiben den Rettungsflugwachten und Heliunternehmen wie man sie aus den westlichen Laendern wie ADAC, Rega usw. kennt. Ein absolutes MUSS fuer ein Land von solchen Dimensionen!


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