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| Großbritannien soll Maxim Bakijew an Kirgisien ausliefern. (Foto: newsru.com) | |
Dienstag, 15.06.2010
Kirgisien: Bakijew-Familie verantwortlich für Pogrome?
Bischkek. Die Unruhen im Süden Kirgistans sollen von der Familie des Ex-Präsidenten finanziert worden sein. Auch der am Montag in London verhaftete Maxim Bakijew ist involviert. Die Übergangsregierung will seine Auslieferung.
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„Nach Angaben der Geheimdienste geht die Finanzierung aller dieser Aktionen (gemeint sind die Pogrome gegen die ethnische Minderheit der Usbeken im Süden des Landes – die Red.) auf die Bakijews zurück“, erklärte Vizepremier Almasbek Atambajew am Dienstag gegenüber Interfax.
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Neue Regierung sollte gestürzt werden Es gäbe dafür eindeutige Beweise. Es sei eine „sorgfältig geplante Aktion“ gewesen, mit dem Ziel, die Übergangsregierung zu stürzen und das Referendum über eine neue Verfassung zu verhindern.
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Wie Russland- Aktuell bereits berichtete, wurde Maxim Bakijew, ein Sohn von Ex-Präsident Kurmanbek Bakijew, am Montag in London verhaftet. Er war wegen Korruptionsdelikten und Unterschlagung zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Nun kommen neue Beschuldigungen hinzu.
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Atambajew ist sich sicher, dass der Bakijew-Clan auch hinter den Unruhen vom 12. bis 14. Mai in Bischkek und im Süden des Landes steckte. Die jetzigen Pogrome im Süden seien eine Fortsetzung der Versuche, die neue Übergangsregierung zu beseitigen.
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Regierung war nicht vorbereitet Die Ereignisse in Osch und Dschalal-Abad waren nach Atambajews Meinung keine „zwischenethnischen Zusammenstöße“, sondern ein von Söldlingen der Bakijews betriebener Massenmord.
Atambajew gibt zu, dass seine Regierung nicht vorbereitet war auf eine derartige Eskalation der Lage. Er behauptet jedoch, die Situation jetzt unter Kontrolle zu haben, befürchtet jedoch „neue Provokationen im Norden Kirgisiens.
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Steine gegen Hilfstransport Eine etwas andere Sichtweise auf die Unruhen in Osch und Dschalal-Abad hat Alik Orosow, der Sekretär des kirgisischen Sicherheitsrates. Er spricht von einem „richtigen Chaos“: „Dort passieren ganz fürchterliche Dinge (…), die Menschen gehen wie wahnsinnig gegen einander vor. Die Situation ist unkontrollierbar“, zitiert ihn die „Iswestija“.
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Offiziell heißt es allerdings, die Lage sei jetzt „stabil, aber immer noch explosiv“. In der Nacht auf Dienstag wurde z. B. ein Hilfstransport des Katastrophenschutzes mit Steinen beworfen. Ein Überfall konnte jedoch verhindert werden.
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Während die Regierung inzwischen von 170 Todesopfern spricht, befürchten Augenzeugen, allein in Osch könnten 2.000 Usbeken ums Leben gekommen sein.
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