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| Der russische Oligarch Michail Prochorow wettert gegen die offizielle Opposition. (Foto: sport-express.ru) | |
Montag, 16.01.2012
Prochorow: Duma-Opposition seit 20 Jahren Kreml-Agentur
Moskau. Präsidentenkandidat und Oligarch Michail Prochorow wirft den Führern der großen Duma-Oppositionsparteien Doppelbödigkeit vor. Mironow, Schirinowski und Sjuganow würden sich an die Kreml-Partei verkaufen.
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Michail Prochorow, dessen noch sehr junge politische Karriere von seinen Gegnern gern selbst als „Projekt des Kremls“ gedeutet wird, hat für die Wirtschaftszeitung „RBK Daily“ einen scharfen Artikel verfasst. Dort knöpft er sich die Leiter der drei großen Parteien „Gerechtes Russland“ (Sergej Mironow), LDPR (Wladimir Schirinowski) und KPRF (Gennadi Sjuganow) vor.
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Die drei „Duma-Altherren“ „spielen zweihändig“, meint Prochorow – einerseits würden sie versuchen, sich die außerparlamentarische Opposition zueigen zu machen, andererseits aber die Partei der Macht „Einiges Russland“ illegal mit Stimmen versorgen.
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“Das ist lächerlich!“ „In den letzten Tagen verfolge ich sehr aufmerksam, wie sich unsere Altherrenriege in der Duma bei der Protestbewegung anbiedert“, schreibt Prochorow in seinem Artikel. „Die übliche Sache: was nicht verhindert werden kann, soll zahm gemacht werden. Das ist lächerlich, ehrlich!“
Dabei hätten Mironow, Schirinowski und Sjuganow „kein moralisches Recht, im Namen derer zu sprechen, die an den Kundgebungen teilnehmen“. Mironow habe „dem Kreml am Jahresende ganz zynisch die Mehrheit in der Gesetzgebenden Versammlung in St. Petersburg verkauft“, will Prochorow wissen.
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Auch in Karelien, im Gebiet Omsk und anderswo habe sich die offizielle Duma-Opposition nach den von vehementen Fälschungsvorwürfen begleiteten Parlamentswahlen vom 4. Dezember widerstandslos der Kreml-Partei „Einiges Russland“ untergeordnet und auf die eigenen Stimmen verzichtet.
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“Kreml-Agentur mit 20 Jahren Berufserfahrung“ „Im Grunde ist das gar keine Opposition – das ist eine Kreml-Agentur mit 20 Jahren Berufserfahrung“, wettert der Oligarch. In ihrer Rolle als Vorzeigeopposition haben sie Stimmen gegen die Machthaber bekommen und die dann an eben diese Machthaber weiterverkauft.“ Darüber seien sie „alt geworden, ihre Hände zittern schon“, so Prochorow.
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„Der Kreml“ und die „drei Alten“ spielten Hand in Hand – „die einen erklären, dass es zu Putin keine Alternative gibt, die anderen sind drauf und dran, diese Alternative zu neutralisieren“. Laut Prochorow „werden sie uns im kommenden Monat noch mit vielem überraschen“.
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