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Schon die achte Fortsetzung findet der Fernseh-Dialog  zwischen dem russischen Volk und Waldimir Putin (Foto: Vesti)
Schon die achte Fortsetzung findet der Fernseh-Dialog zwischen dem russischen Volk und Waldimir Putin (Foto: Vesti)
Mittwoch, 02.12.2009

Putin redet wieder multimedial mit seinem Volk

Moskau. Am Donnerstag um 12 Uhr beginnt die live übertragene Fragestunde, in der Wladimir Putin Fragen aus dem Volk beantworten wird. Über 700.000 Anfragen sind schon per Telefon, SMS und übers Internet eingegangen.

Wladimir Putin hält seinen traditionellen Dialog mit dem Volk bereits zum achten Mal ab. Daran änderte auch der Wechsel vom Präsidentenamt auf den Posten des Premierministers nichts. Sein Nachfolger als Staats-Chef Dmitri Medwedew hat in der Zwischenzeit dafür die Internet-Seite des Kremls samt Video-Blog und Live-journal als Kommunikationsmedium mit der Bevölkerung ausgebaut.

Sonderstudio und live über vier Sender


Wie im letzten Jahr wurde für die „große Putin-Show“ im Moskauer Gostiny Dwor ein Fernsehstudio eingerichtet. Die Fragestunde wird live von den staatlichen Fernsehkanälen „Rossija“ und „Vesti“ sowie den Radiosendern „Majak“ und „Radio Rossii“ übertragen.

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Die meisten Eingaben betreffen nach Angaben der Organisatoren des Tele-Dialogs soziale Fragen sowie den nach dem Terroranschlag auf den „Newski Express“ besonders aktuellen Themenbereich Innere Sicherheit. Der Anteil der Fragen zur Außenpolitik geht hingegen zurück – schließlich ist dies offiziell nicht mehr Putins Verantwortungsbereich.

Zuschaltungen aus sozialen Krisenherden


Putin antwortet während der Sendung nicht nur auf die im Vorfeld gesammelten Fragen, sondern auch auf solche, die von Bürgern über live zugeschalteten Außenstellen gestellt werden.

Unter den acht dafür ausgewählten Orten sind diesmal angeblich auch der Ort Pikalowo im Leningrader Gebiet (wo Putin in diesem Jahr mit einem Machtwort die still stehende lokale Industrie wieder ankurbelte), Sajanogorsk (Schauplatz der Katastrophe in einem Wasserkraftwerk) und Togliatti (Standort des vom Bankrott und Massenentlassungen bedrohten Lada-Werkes).

Die Fragen gehen durch einen Filter


Bei den Zuschaltungen ist allerdings offensichtlich, dass es nicht dem Zufall überlassen bleibt, wer neben dem Moderator steht und das Mikrofon vorgehalten bekommt – um Putin dann eine vorher abgestimmte Frage zu stellen.

Ebenso werden natürlich auch die per Telefon, SMS und übers Internet eingehenden Fragen redaktionell bearbeitet und in Absprache mit Putins Stab ausgewählt. Putin erlaubt sich allerdings auch immer, einige Fragen selbst auszuwählen.

You-tube-Held Dymowski mischt sich unters Fragevolk


Zu den russischen Bürgern, die Putin in den letzten Tagen mit ihren Fragen und Sorgen bombardierten, gehört auch der ehemalige Miliz-Major Alexej Dimowski aus Noworossijsk. Er hatte im November mit einigen über das Internet verbreiteten Video-Appellen über Missstände und Korruption bei der russischen Polizei für Aufsehen gesorgt – und dann einige Nachahmer gefunden.

Zu der von Dymowski erbetenen Audienz bei Putin kam es aber bislang nicht. Dymowski will bis Sendebeginn aber noch „etwa 15 Mal“ bei der Frage-Hotline anrufen und sich über die „Bullen-Willkür“ in verschiedenen russischen Regionen beklagen.

Konkrete Schritte erwartet er von Putin deshalb aber nicht, sagte er der „Iswestija“. Aber die Hoffnung, dass sein Signal beim Premier ankommt, hat er doch.



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