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Dem Iran ist Anreicherung von Uran für Brennelementeproduktion im Prinzip gelungen (Foto: Archiv/ORT)
Dem Iran ist Anreicherung von Uran für Brennelementeproduktion im Prinzip gelungen (Foto: Archiv/ORT)
Mittwoch, 12.04.2006

Russland fordert vom Iran Zusammenarbeit mit IAEO

Moskau. „Das gestrige Bekenntnis der iranischen Führung erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass der UNO-Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran verhängt“, kommentiert die Moskauer Tageszeitung „Wremja Nowostjej“.

Der iranische Präsident hatte gestern zunächst eine „freudige Nachricht“ angekündigt und dann erklärt, jungen iranischen Atomforschern sei Urananreicherung gelungen. Das Atomprogramm des Iran diene friedlichen Zielen, sagte Mahmut Ahmadinedschad. Die neue Errungenschaft sei „der Anfang eines neuen Großen Iran, der zum Vorbild für die ganze Menschheit werden wird“.

Atomstrom ja, Atombombe nein


Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte gestern Nachmittag, kurz vor dem Auftritt Ahmadineschads gefordert, der Iran müsse mit der internationalen Atomaufsichtsbehörde IAEO zusammenarbeiten und den Vertrag über Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen beachten. Russland tritt für das Recht des Iran auf friedliche Nutzung der Atomenergie ein, will aber Atombombenentwicklung verhindern.

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• Russland und Europa müssen mit der Iran-Bombe leben (04.03.2006)
• Russland und Iran im Atomstreit einig – im Prinzip (26.02.2006)
• Kirijenko zu Atomverhandlungen im Iran (24.02.2006)
• Atom-Verhandlungen in Moskau: Iran spielt auf Zeit (20.02.2006)
• Iran bekommt russische Boden-Luft Raketen für AKW (16.01.2006)
Es sei bemerkenswert, schreibt der „Kommersant“, dass die „freudige Nachricht“ in Teheran einen Tag vor dem Besuch des IAEO-Direktors El Baradei veröffentlicht wurde.

El Baradei kommt im Auftrag der IAEO und des UNO-Sicherheitsrates nach Teheran. Er soll dem UNO-Sicherheitsrat Ende April über das Atomprogramm des Iran Bericht erstatten.

Bis Ende 2006 dreitausend Zentrifugen



Nach Angaben der iranischen Atombehörde ist es mit Hilfe von 164 Zentrifugen gelungen, Uran auf 3,5 % anzureichern. Zur Produktion von Brennelementen für den Reaktor in Busher sollen bis Ende des Jahres weitere dreitausend Zentrifugen in Betrieb genommen werden.

Zwischen Atomstrom und Atombombe gibt es keine chinesische Mauer


Für die Produktion einer iranischen Atombombe seien einige tausend Zentrifugen nötig, schreibt „Wremja Nowostjej“ heute. „Eine solche Menge hat Teheran noch nicht."

Weiter schreibt „Wremja Nowostjej“: „Aber die erfolgreiche Arbeit einer Zentrifugenkette belegt, dass der Iran die Produktionstechnik beherrscht. Im Laufe der Zeit kann sie ausgeweitet werden – und niemand garantiert, dass der Iran dann nicht doch hoch angereichertes Uran für militärische Zwecke zu produzieren beginnt.“

(mig/.rufo)


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