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Dienstag, 05.06.2007
Südossetien und Georgien im Wasserleitungskrieg
Zchinwali. Zwischen Georgien und seiner abtrünnigen Teilrepublik Südossetien ist ein neuer Konflikt ausgebrochen: Diesmal geht es um Wasserleitungen. Während einer Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad haben beide Seiten wichtige Rohrverbindungen unterbrochen, über die der Gegner Wasser bezieht.
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Ursache des Konflikts ist, dass die südossetische Hauptstadt Zchinwali kein Wasser mehr über eine Leitung bekommt, die über das Territorium georgischer Dörfer innerhalb Südossetiens verläuft.
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Die dortigen Bewohner haben diese Leitung schon lange angezapft, um damit ihre Felder zu bewässern. Bei normalen Wetterbedingungen reichte das Wasser für alle, doch die gegenwärtige Trockenheit führte dazu, dass in Zchinwali nichts mehr ankam.
Versuche südossetischer Techniker, die Leitung zu reparieren, scheiterten am Widerstand bewaffneter Wacheinheiten in den Dörfern.
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Appelle an die georgische Regierung blieben erfolglos, weil diese als Ansprechpartner für das Problem auf den von ihr als „alternativen südossetischen Präsidenten“ eingesetzten Dmitri Sanakojew verweist. Mit ihm wollen die Südosseten jedoch gar nicht erst sprechen, da sie ihn nicht anerkennen.
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Als Gegenmaßnahme sperrte die südossetische Administration nun Bewässerungskanäle und eine Wasserleitung, die von ihrem Territorium aus das Gebiet um die georgische Stadt Gori versorgt, schreibt der „Kommersant“ unter Berufung auf das südossetische Presseamt.
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Der südossetische Präsident Eduard Kokoity erklärte hingegen auf einer Pressekonferenz in Moskau, Georgien habe seinen Grenzbewohnern selbst das Wasser abgestellt, um dies Südossetien in die Schuhe zu schieben.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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