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Dienstag, 05.06.2007
Erdrutsch: Tal der Geysire auf Kamtschatka geht unter
Petropawlowsk-Kamtschatski. Das erst 1941 entdeckte „Tal der Geysire“ auf der russischen Pazifikhalbinsel Kamtschatka droht der Untergang – im wahrsten Sinne des Wortes: Durch einen Erdrutsch bildete sich am Samstag ein 60 Meter hoher Damm, der nun das Wasser im Tal aufstaut.
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In dem Tal befinden sich etwa 200 Geysire. Einige von ihnen spucken alle zehn bis zwölf Minuten Wasser und Dampf, andere nur alle vier bis fünf Stunden. Das einzigartige Naturdenkmal ist erst seit 1991 für Touristen zugänglich. Da ganz Kamtschatka für Ausländer Sperrgebiet ist und das Geysir-Tal nur per Helikopter zu erreichen ist, beschränkt sich die Zahl der Besucher auf 3000 pro Jahr.
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Bei dem Erdrutsch stürzten etwa 5 Millionen Kubikmeter Schlamm und feuchter Erde in das Tal. Der Fluß Geysirnaja staut sich nun hinter dem auf diese Weise gewachsenen Damm auf.
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Auf Kamtschatka und in Fachkreisen hat eine Diskussion darüber begonnen, ob das Tal gerettet werden kann und was dafür zu tun ist. Sowohl von Sprengungen als auch dem Bohren eines Abflußrohres ist die Rede. Grundsätzlich stellt sich aber die Frage, ob menschliche Eingriffe überhaupt zulässig sind, da es sich um ein unbesiedeltes Naturschutzgebiet handelt.
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„Jetzt ist es sinnvoller, nicht darüber nachzudenken, wie das Tal der Geysire wieder hergestellt werden kann, sondern einfach die Situation zu beobachten um zu verstehen, ob sie stabilen Charekter annimmt und auf welcher Höhe das Wasser zum Stillstand kommt – also einfach sehen, was weiter wird“, erklärte der Biologe und Ökologe Jewgeni Lobkow im russischen Nachrichtenkanal Vesti.
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Das wunderbare Tal zu erhalten wie es früher war, sei unmöglich. „Dazu war die Katastrophe viel zu groß“, so Lobkow.
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Bei den beiden Erdrutschen am Samstag wurden ein Touristencamp und zwei Hubschrauberlandeplätze zerstört. 25 Menschen wurden aus dem Katastrophengebiet evakuiert.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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