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Dienstag, 05.06.2007
Petersburger Behörden genehmigen Oppositions-„Marsch“
St. Petersburg. Die St. Petersburger Stadtverwaltung hat für den 9. Juni einen „Marsch der Unzufriedenen“ genehmigt. Allerdings darf der Demonstrationszug der Putin-Kritiker nicht wie geplant über den Newski Prospekt ziehen.
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Nach langen Verhandlungen einigten sich die Organisatoren der Bewegung „Das andere Russland“ und der Smolny auf eine Route, die beiden Seiten akzeptabel erscheint. Wei geplant werden sich die Oppositions-Aktivisten am Samstag Abend vor dem Konzertsaal „Oktjabrski“ versammeln.
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Dies ist in St. Petersburg üblicherweise der Ausgangspunkt für Züge über die Hauptstraße der Stadt, den Newski Prospekt. Die „Unzufriedenen“ werden jedoch von dort in der Gegenrichtung über den Gretscheski Prospekt und die Paradnaja Uliza zum Suworow-Museum an der Kirotschnaja Uliza ziehen. Dort ist eine Abschlusskundgebung geplant.
Der Genehmigung zufolge dürfen aber nur 500 Personen teilnehmen - die sich zudem auf den Gehwegen und nicht auf der Fahrbahn bewegen müssen.
Beim letzten „Marsch der Unzufriedenen“ hatte die Stadtverwaltung unter Verweis auf Verkehrsbehinderungen nur eine stationäre Demonstration zugelassen. Danach war es zu Übergriffen der Polizei auf Demonstranten und Journalisten gekommen, über 100 Menschen wurden festgenommen.
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Einen genehmigten „Marsch“ hat es bislang nur in Samara anlässlich des EU-Russland-Gipfels gegeben – und auch dies erst nach deutlicher Kritik seitens der den EU-Vorsitz führenden deutschen Regierung.
Auch in St. Petersburg findet am Wochenende mit dem Wirtschaftsforum eine große internationale Veranstaltung statt. Erwartet werden 6.000 Teilnehmer.
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Allerdings verfolgen die russischen Behörden offenbar auch in St. Petersburg weiterhin die Taktik, den Veranstaltern der Oppositiondemonstrationen das Leben und die Vorbereitung der Aktionen maximal zu erschweren. So wurden Anfang Juni in Gatschina 150.000 Exemplare einer Zeitung beschlagnahmt, mit der für die Demonstration geworben werden sollte.
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Die Polizei begründete dies mit der Notwendigkeit, die Zeitung auf eventuelle extremistische Inhalte überprüfen zu wollen. Die Herausgeber rechnen nicht damit, dass sie das Blatt noch vor dem Demonstrationstermin zurückerhalten. (ld/rufo/St.Petersburg)
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