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| Der tschetschenische Premier Sergej Abramow kehrt aus dem Krankenbett nicht mehr ins Amt nach Grosny zurück (foto: vesti/newsru) | |
Dienstag, 28.02.2006
Tschetschenischer Premier Abramow tritt zurück
St. Petersburg. Der im letzten Jahr bei einem Autounfall schwer verletzte Sergej Abramow hat seinen Rücktritt als Regierungschef in Grosny eingereicht. Damit ist für Ramsan Kadyrow der Weg nach oben frei.
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Der tschetschenische Präsident Alu Alchanow erklärte heute auf einer Pressekonferenz in Moskau, er habe ein Rücktrittsgesuch Abramows erhalten.
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„Wir werden es prüfen“, sagte Alchanow – was so viel heißt, wie annehmen, denn sonst hätte er diesen Umstand wohl für sich behalten. „Leider erlaubt es die Gesundheit Sergej Borisowitsch nicht, an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren“, so Alchanow.
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Ein Autounfall warf Abramow aus der Bahn
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Abramow hatte im November einen Nierenriss und mehrere Knochenbrüche erlitten. Sein gepanzerter Dienstwagen wurde nahe Moskau auf einer Kreuzung von einem Lastwagen gerammt. Es handelte sich ganz offenbar nicht um ein Attentat, sondern um einen der in Russland in letzter Zeit häufigen Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Blaulicht-bestückten VIP-Limousinen. Anders als beim tödlichen Unfall des Altai-Gouverneurs Michail Jewdokimow wurde in diesem Fall der Fahrer des Politikers für den Unfall verantwortlich gemacht.
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Bereits vor einem Monat hatte der „Kommersant“ darüber berichtet, dass Abramow nach seiner Heilung nicht wieder in seinen Amtssessel in Grosny zurückkehren wird. Dort vertrat ihn mit dem Vize-Premier Ramsan Kadyrow der Sohn des vor zwei Jahren ermordeten Präsidenten der Unruhe-Republik, Achmad Kadyrow, der als der eigentliche starke Mann Tschetscheniens gilt.
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Ramsan Kadyrow könnte nun formell aufrücken
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Dass nun Kadyrow-junior auf den Premierposten nachrückt, gilt als wahrscheinlich, ist aber nicht unbedingt beschlossene Sache. Wegen seines durch den Karikaturen-Streit motivierten Verbots dänischer Aktivitäten in Tschetschenien handelte er sich vor kurzem einen deutlichen Warnschuss aus dem Kreml ein, der zu einer Rücknahme der Maßnahme führte. Andererseits gilt sein Streben an die Macht in Grosny als unbestrittene Tatsache.
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Alchanow als Präsidenten ablösen kann Ramsan Kadyrow jedoch frühestens im Herbst dieses Jahres, da er erst dann das von der tschetschenischen Verfassung geforderte Mindestalter von 30 Jahren erreicht.
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(ld/.rufo)
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