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| Ab sofort ist beim Einsteigen das gemachte Bett schon bezahlt (Foto: Galbach/.rufo) | |
Dienstag, 01.08.2006
Bettdecken-Revolution bei der Russischen Eisenbahn
Moskau. Für die meisten Zugreisenden in Russland entfällt ab dem 1. August ein langjähriges Ritual: Das Geld für die Bettwäsche in Schlafwagenzügen wird in Zukunft nicht mehr vom Schaffner kassiert.
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Stattdessen werden die Gebühren in Zukunft bereits beim Ticketkauf in den Preis der Fahrkarte einberechnet. Auf allen russischen Bahnfahrkarten wird sich zukünftig ein entsprechender Zusatz befinden. Die Neuregelung gilt für die 1.- und 2.-Klasse-Abteile aller russischen Züge, teilte die Bahngesellschaft RZD mit.
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Eigenes Bettlaken bei russischer Eisenbahn verboten
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Ausländer konnten schon seit Jahren nur noch den Kopf darüber schütteln, warum die Gebühren für Bettwäsche immer erst nach der Abfahrt an den Schlafwagenschaffner bezahlt werden mussten. Denn kaum ein Nachtreisender wollte je auf diese Dienstleistung verzichten: Matratzen, Decken und Kopfkissen durften ohnehin weder mit mitgebrachter oder gar ganz ohne Bettwäsche benutzt werden.
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Dafür hatte der Schlafwagenschaffner aber oft kein Wechselgeld vorrätig, die von Zug zu Zug unterschiedlichen Preise waren für Außenstehende kaum nachvollziehbar und ausländische Geschäftsreisende gerieten zuweilen nach der Rückkehr in erhebliche Erklärungsnot, wenn die heimische Buchhaltung wissen wollte, warum die russische Eisenbahn ihnen denn Bettwäsche in Rechnung gestellt habe.
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Auf der Strecke Moskau – St. Petersburg sowie in Zügen in die Baltischen Staaten und nach Westeuropa war das Bettzeug bereits seit längerer Zeit im Ticketpreis inclusive. Die alte Regelung bleibt vorerst lediglich in den 3.-Klasse-Großraumwaggons („Plazkartny“) erhalten, da viele Passagiere diese günstige Wagenklasse für kürzere Tagesreisen nutzen.
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(kp/.rufo)
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