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| Wo - wie im ostsibirischen Sui - die Ölpipelines enden, transportiert die Russische Eisenbahn den Rohstoff weiter (Foto: Packeiser/.rufo) | |
Mittwoch, 20.09.2006
Gütergesellschaft: Streit um Bahnreform
Moskau. Eine eigenständige Gütergesellschaft soll schon im ersten Quartal des kommenden Jahres soll aus der Russischen Eisenbahn AG RZD ausgegliedert werden. So sehen es zumindest Pläne von RZD-Chef Wladimir Jakunin vor.
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Doch in der russischen Regierung stößt das Vorhaben bislang noch auf erhebliche Vorbehalte.
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Die neue Gütergesellschaft soll zunächst als 100-prozentige RZD-Tochter nahezu alle derzeit von der RZD abgewickelten Güter-Transporte übernehmen. Die Gesellschaft soll dazu von der RZD 531.000 Güterwaggons erhalten, was nahezu deren gesamten Fuhrpark entspricht. In einem zweiten Schritt sollen 49% der Aktien an der neuen Gesellschaft an der Börse gehandelt werden. Die Marktkapitalisierung der zukünftigen Güter-Tochter wird auf über sieben Milliarden Euro geschätzt.
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Jakunin-Vize soll neues Unternehmen leiten
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Als Wunschdirektor der Gütergesellschaft benannte RZD-Chef Jakunin Presseberichten zufolge bereits seinen derzeitigen Stellvertreter Salman Babajew. Derzeit ist er für die Beziehungen zu den RZD-Kunden verantwortlich.
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Eine bereits geplante Abstimmung über die Gründung der Gütergesellschaft wurde allerdings auf Betreiben des Verkehrsministeriums zunächst einmal verschoben. Die Beamten kritisieren vor allem, dass die zukünftigen Vertragsverhältnisse zwischen RZD und Gütergesellschaft nicht transparent genug würden. Außerdem gibt es Einwände gegen die Abwicklung der Waggon-Übergabe und Bedenken gegen mögliche unzulässige Kartellabsprachen zwischen beiden Unternehmen.
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„Ich bin nicht bereit, das Konzept übereilt umzuändern“, erklärte Bahnchef Jakunin gegenüber der Moskauer Zeitung „Kommersant“. „Es gibt strategische Fragen, über die die Beamten sich zu Recht Sorgen machen, aber es gibt auch Fragen der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen RZD AG und Gütergesellschaft. Die gehen sie nichts an.“
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(kp/.rufo)
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