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Auf dem Moskauer Autosalon wurde der Solaris noch unter dem Kürzel RB präsentiert. Der neue Name wurde erst bei der Werkseröffnung bekannt gegeben. (Foto: vesti.ru)
Auf dem Moskauer Autosalon wurde der Solaris noch unter dem Kürzel RB präsentiert. Der neue Name wurde erst bei der Werkseröffnung bekannt gegeben. (Foto: vesti.ru)
Dienstag, 21.09.2010

Hyundai eröffnet großes Autowerk in St. Petersburg

St. Petersburg. „Russlands Detroit“ an der Newa ist jetzt komplett: In St. Petersburg wurde als viertes Autowerk der Stadt die Produktionsanlage von Hyundai eröffnet. Gebaut wird dort ein spezielles Russland-Modell.

Innerhalb von zwei Jahren und drei Monaten investierte der südkoreanische Autokonzern Hyundai etwa 500 Mio. Dollar in sein neues russisches Werk – das gleich zur größten Autofabrik im Raum St. Petersburg aufrückt.

Die Fabrik im Industriegebiet Kamenka (in der Nachbarschaft eines ebenfalls neuen Nissan-Werkes) beschäftigt 2.400 Mitarbeiter und soll im nächsten Jahr bereits 105.000 Fahrzeuge im produzieren. Angestrebt wird eine Jahreskapazität von 150.000 Autos im Dreischichtbetrieb. Außerdem sorgte Hyundai gleich auch für die Ansiedelung von elf Zulieferern, die in einem eigenen Industriepark unterkamen.

Hoher russischer Anteil an der Wertschöpfung


Die Lokalisierung der Produktion beträgt deshalb schon mit dem Produktionsstart 40 Prozent und soll alsbald auf 50 Prozent steigen. Anders als fast alle Konkurrenten startete Hyundai in seinem ersten eigenen Werk in Russland nicht mit einer „Schraubenzieher-Endfertigung“ von weitgehend komplett angelieferten Fahrzeugen, sondern stellte eine komplette Autofabrik auf die grüne Wiese nahe der Ringautobahn.

Hier werden auch Blechteile gepresst und die Karosserien geschweißt und lackiert, bevor sie aufs Fließband zur Endmontage kommen.

Kompaktes Auto für Russlands Massenmarkt


Wie unlängst auch der VW-Konzern mit einem neuen Stufenheck-Polo setzt auch Hyundai auf ein eigens für den russischen Markt konzipiertes Automodell: Der neue Solaris ist ein Auto der B-Klasse (wie der VW Polo) und soll mit zwei Benzinmotoren von 107 und 123 PS angeboten werden. Das auf der Plattform des Hyundai Accent/Verna aufbauende Auto wird zunächst als Stufenheck-Modell auf den Markt kommen und soll später auch um eine Version mit Heckklappe ergänzt werden.

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• VW will Produktion ins Autowerk GAZ auslagern (03.09.2010)
• VW lässt Katze aus dem Sack: Der Russland-Polo (02.06.2010)
• VW-Werk in Kaluga produziert jetzt am Fließband (20.10.2009)
• Kollaps am russischen Automarkt: Minus 58 Prozent (09.06.2009)
• Krise, welche Krise? Medwedew eröffnet GM-Werk (09.11.2008)
Das Fahrzeug sei speziell für russische Bedürfnisse ausgelegt, so der Autokonzern: Zu den besonderheiten gehören ein auf vier Liter vergrößerter Behälter für die Scheibenwaschanlage, beheizte Scheibenwischer und eine stärkere Batterie.

Vorerst arbeitet das Werk allerdings nur im Testbetrieb. Auf den Markt kommen wird der Hyundai Solaris erst Anfang 2011. Die Preise für das Auto stehen noch nicht fest.

Jetzt fünf Autofabriken im Raum Petersburg


Das Hyundai-Werk ist die vierte neue Autofabrik auf dem Gebiet St. Petersburgs. In jüngster Vergangenheit eröffneten hier Toyota, General Motors und Nissan bereits Montagewerke. Die Gesamtproduktion dieser Betriebe betrug von Januar bis August 2010 aber nur etwa 35.000 Autos – bei aktuell jedoch deutlich steigender Tendenz. Außerdem unterhält Ford eine Autofabrik im benachbarten Wsewoloschsk.

Magna eröffnet ebenfalls Werk in Petersburg


Ergänzt wurde der von Standort-Marketingleuten gerne als „russisches Detroit“ bezeichnete Petersburger Automobilindustrie-Cluster am gleichen Tag auch durch die Eröffnung eines Werks des Autokomponenten-Konzernes Magna im Petersburger Industriegebiet Schuschary.

Das kanadische Unternehmen investierte dort 112 Mio. Euro. 170 Mitarbeiter fertigen dort Karosserie- und Fahrwerksteile für die Petersburger Autowerke sowie die Volkswagen-Produktion im zentralrussischen Kaluga.

Die Bedeutung der beiden Werkseröffnungen für St. Petersburg und die russische Fahrzeugindustrie unterstrich auch der bekennende Auto-Fan Premierminister Wladimir Putin - schon allein, in dem er es schaffte, hier wie dort als Ehrengast zugegen zu sein.



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