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Montag, 29.10.2007
Ende der Eiszeit zwischen Katholiken und Orthodoxen
Moskau. Die russisch-orthodoxe Kirche hofft nach der Einsetzung Paolo Pezzis als neues Oberhaupt der russischen Katholiken auf eine Verbesserung der zwischenkirchlichen Beziehungen. Am Samstag wurde Pezzi offiziell ins Bischofsamt eingeführt.
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Bei der Weihe überbrachten Würdenträger der orthodoxen Kirche die Grußbotschaft von Patriarch Alexi II.. Vom guten Willen des neuen katholischen Bischofs in Moskau werde abhängen, ob das Bekenntnis zu den „gemeinsamen christlichen Werten“ auch in der Realität wirksam werde, ließ Alexi ausrichten.
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Der stellvertretende Leiter des orthodoxen Außenamtes, Erzbischof Mark, erklärte offen, er hoffe, dass sich mit der Ernennung Pezzis die Beziehungen zwischen beiden Kirchen zum Besseren wende. „Insgesamt war Kondrusiewicz ein schwieriger Mensch“, urteilte er über Pezzis Vorgänger, Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz, der nach Minsk abberufen wurde.
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Unter Kondrusiewicz richtete der Vatikan in Russland vollwertige katholische Diozösen ein, was die orthodoxe Kirche als Expansion verurteilte. Zudem hatte der der katholische Erzbischof die Pläne, orthodoxen Religionsunterricht an den russischen Schulen einzuführen scharf, kritisiert. Er galt zuletzt als Hauptstörfaktor im Verhältnis zwischen Rom und Moskau.
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Pezzi hingegen hatte bereits vor seiner offiziellen Einsetzung als Bischof die Forderungen der orthodoxen Kirche nach Religionsunterricht und Militärgeistlichen unterstützt. Unter diesen Bedingungen wächst auch unter den Orthodoxen die Zustimmung zu einem Treffen zwischen Papst und Patriarchen.
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Der Leiter des kirchlichen Außenamts, Metropolit Kirill, deutete sogar die Möglichkeit einer Allianz zwischen Katholiken und Orthodoxen an. Dabei gehe es um „die Möglichkeit koordinierter und strukturierter zu kooperieren, in erster Linie in Bezug auf die säkulare Welt und die nichtchristlichen Religionen“, sagte Kirill auf einem Kirchentreffen in Neapel.
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(ab/epd/.rufo/Moskau)
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