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| Weihnachtsbäume sind in Russland eigentlich Neujahrstannen. Auch die Geschenke gibt es zu Silvester (Foto: Archiv) | |
Donnerstag, 27.12.2007
Umfrage: Wie feiern die Moskauer Neujahr?
Moskau. Wie man ins neue Jahr hinein rutscht, so verläuft auch der Rest des Jahres, lautet ein altes russisches Sprichwort. Russland-Aktuell hat Moskauer gefragt, wie und wo sie Silvester begehen werden.
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Dima, Schüler Montag früh fahre ich mit meinem kleinen Bruder ins Dorf zu unseren Großeltern. Dort brauchen wir keine Tanne zu fällen, wir werden einfach eine vor dem Grundstück schmücken. Hoffentlich werde ich die ganze Nacht ohne Schlaf durchhalten.
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In jedem Fall habe ich bereits ein kleines Unterhaltungsprogramm für uns alle vorbereitet, mit Quiz und Wettbewerben in Vorlesen und Vorsingen. Es wird auch Preise geben – Schokolade und kleine Spielsachen.
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| Für Walentina ist Silvester ein Familienfest mit gutem Essen und alten Filmen (Foto: Kurizina/.rufo) | |
Walentina, Rentnerin Für mich war Silvester immer eine Familienfeier. Wir bleiben also zu Hause, vielleicht kommt noch meine Freundin, die in der Nachbarschaft wohnt. Inzwischen haben wir fast alle Lebensmittel für den Neujahrstisch eingekauft.
Früh am Montag werde ich dann alles zubereiten, es geht dabei natürlich nicht ohne den traditionellen Olivje-Salat und meine Piroggen mit Kohl. Gutes Essen und gute alte Filme im Fernsehen – für mich kann nichts dieses Fest gemütlicher machen!
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Murat, Student Ich werde das Neujahr in den Bergen des Kaukasus feiern! Jetzt bin ich hier in Moskau zusammen mit meinen Eltern zu Besuch, aber in zwei Tagen fahren wir nach Hause nach Machatschkala (Republik Dagestan - Red.).
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Dort wird es genau so wie hier, im engen Familienkreis gefeiert, nur werden dazu andere, typisch dagestanische Gerichte traditionell serviert. Und die Tannenbäume, die da im Gebirge wachsen, sind etwas höher!
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| Alexander will sich im Neuen Jahr den Silvester-Speck wieder abtrainieren (Foto: Kurizina/.rufo) | |
Alexander, Ingenieur Ich und meine Frau bleiben in Moskau, aber wir wollen nicht mehr die traditionelle Esserei vor dem Fernsehbildschirm. Vielleicht trinken wir nur zu Hause ein Glas Champagner beim Glockenspiel der Kuranten und gehen danach bummeln. Unsere Nachbarn wollen mit uns Schaschlik im Hof machen, aber wir haben noch nichts Konkretes beschlossen.
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Am 1. Januar gehen wir aber unbedingt Ski laufen, um durch diesen Akt der gesunden Lebensweise die schweren Folgen der Feiernacht zu bekämpfen.
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| Julia will bei Freunden Party machen, den Kühlschrank füllen dort andere (Foto: Kurizina/.rufo) | |
Julia, Managerin für Hotelbuchung Dieses Mal wird mein Neujahrsprogramm aus zwei Teilen bestehen. Zuerst setze ich mich mit meiner Familie zu Tisch, dies ungefähr um zehn Uhr abends, um Abschied von diesem Jahr zu nehmen.
Kurz vor Mitternacht werde ich mich dann mit meinen Freundinnen und Freunden treffen, um das kommende Jahr gebührend in Empfang zu nehmen.
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Zum Glück fahren die Eltern eines Freundes weg, so dass uns die Wohnung für die ganze Neujahrsnacht zur Verfügung stehen wird. Man muss nur den Kühlschrank und die Bar füllen, das überlassen wir aber unseren Jungen.
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Alexej, wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Forschungsinstitut für Physik Im Moment habe ich zwei Varianten: Entweder mit meiner Freundin bei ihren Eltern, oder in der Datscha meiner Studienfreunde. Ich habe mich immer noch nicht entschieden, weil mich der Aberglauben quält „Wie man das neue Jahr feiert, so verbringt man es auch“.
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Einerseits wäre es gut, das kommende Jahr in Ruhe, zusammen mit der Geliebten zu begehen, andererseits wird es mit den Kerlen bestimmt so ausgelassen und lustig sein, und außerdem in frischer Luft, dass ich doch zur Datscha neige. Aber es gibt noch ein paar Tage, mal sehen.
(ak/.rufo/Moskau)
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