|
Montag, 28.04.2008
Russland morgen: Antimonopolbehörde gegen Gazprom
Moskau. Die russische Antimonopolbehörde wird am Dienstag ein Verfahren gegen den russischen Energieriesen Gazprom eröffnen. Ein privater Konkurrent hatte geklat, dass Gazprom seine Monopolstellung ausnutze.
|
|
Gazprom ist der alleinige Besitzer des russischen Gaspipelinesystems. Alle anderen Gaslieferanten müssen Gazprom jeweils um Nutzungserlaubnis bitten.
|
Auslöser des Konflikts ist ein Vertrag zwischen der Transnafta AG und dem regionalen Wärmeversorger "Teplozentral Belokuricha" über die Lieferung von Gas.
Transnafta bat Gazprom nach Abschluss des Liefervertrags um die kurzfristige Nutzung der Rohre. Kurz darauf machte "Nowosibirskregiongas" (ein Tochterunternehmen von Gazprom) dem Wärmeversorger "Teplozentral Belokuricha" ebenfalls ein Angebot zur Gasbelieferung.
|
Als dieser das "unmoralische Angebot" ablehnten, verweigerte Gazprom der Transnafta AG die Nutzungsrechte an seinen Leitungen. Nun soll die Antimonopolbehörde entscheiden, ob der Staatskonzern damit den Wettbewerb verletzt hat.
|
Am Dienstag reist Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow zu einem zweitägigen Besuch nach Weißrussland. Dort begutachtet er u.a. die Radarstation "Wolga" in der Stadt Baranowitsch. Moskau und Minsk wollen im Militärbereich verstärkt koperieren, insbesondere nachdem die USA ihren Raketenschild in Osteuropa planen.
|
In Moskau wird Griechenlands Premier Konstantinis Karamanlis zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch erwartet. Treffen sind sowohl mit dem amtierenden Präsidenten Wladimir Putin als auch mit seinem Nachfolger Dmitri Medwedew geplant.
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>