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Montag, 14.07.2008
Japanische Schulbücher entfachen Kurilen-Streit neu
Tokio/Moskau. Der Streit um die Kurilen-Inseln zwischen Russland und Japan geht in eine neue Runde. Japanische Schüler lernen, dass die Kurilen zu Japan gehören und „von Russland illegal annektiert“ wurden.
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Zugleich verleibten die japanischen Schulbuchautoren auch die südkoreanische Insel Tokto dem Land der aufgehenden Sonne ein. Seoul hat daraufhin bereits seinen Botschafter zu Konsultationen abberufen. Aus Moskau gibt es bislang noch keine Reaktion.
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Die Schulbücher sollen 2012 offiziell in den Lehrplan aufgenommen werden. Allerdings seien die Direktiven heute schon gültig, heißt es.
Der Streit um die Kurilen dauert seit 1945 an. Tokio verlor die Kontrolle über die Inseln am Ende des Zweiten Weltkriegs, als Sowjetdiktator Josef Stalin dem praktisch schon besiegten Japan überraschend den Krieg erklärte und in blutigen Kämpfen die Inselgruppe erobern ließ.
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Japan hat den Verlust nie anerkannt. Bis heute verhindert der Gebietsstreit einen förmlichen Friedensvertrag zwischen Moskau und Tokio. Angebote Russlands, zwei der vier Kurileninseln im Tausch gegen einen Friedensvertrag zurückzugeben, wurden von Japan abgelehnt.
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