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Donnerstag, 07.02.2008
Kein Gas? Frist für Pipline Nabucco erneut verlängert
Wien. Der geplante Fertigstellungstermin für das EU-Pipeline-Projekt „Nabucco“ wird noch einmal um ein Jahr verschoben. Erst ab dem Jahr 2013 soll das Leitungssystem Gas aus Mittelasien nach Europa befördern. Das teilte das „Nabucco Gas Pipeline Project“ mit Sitz in Wien am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.
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Die erneute Verschiebung führen russische Medien auf Verunsicherung in der EU zurück. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass sich die Union nicht zu hundert Prozent auf Turkmenistan als verlässlichen Lieferpartner verlassen könne. Überhaupt seien in der jüngsten Vergangenheit in mehreren mittelasiatischen Staaten Zweifel an dem Projekt geäußert worden.
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Andere Meldungen widersprechen, der Einschätzung der russischen Medien allerdings: So wurde am 05. Februar die Beteiligung des deutschen Energiekonzerns RWE als sechstes Mitglied des Projekts „Nabucco“ bekannt gegeben. Die Projektleitung wertete die Aufnahme als positiv und stabilisierend. Man sei außerdem bereit, ein siebtes Mitglied aufzunehmen. Im Gespräch sollen sowohl Aserbaidschans staatlicher Öl-Konzern als auch „Gas de France sein“.
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„Nabucco“ ist ein Projekt der EU. Es wird von einem Bankenkonsortium finanziert. Die nach Fertigstellung 3.300 Kilometer lange Pipeline soll jährlich 31 Milliarden Kubikmeter Gas aus dem Iran und der Region um das Kaspische Meer nach Europa leiten. Dadurch will sich Europa unabhängiger von russischen Gas-Lieferungen machen.
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Im Jahr 2006 hatten die EU-Staaten rund 500 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht. Schätzungen rechnen mit einem Anstieg des Gas-Bedarfs in der Europäischen Union auf 800 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2030.
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