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Montag, 09.03.2009
Kirgisien: Oppositionsführer wegen Mordes verhaftet
Bischkek. Der ehemalige kirgisische Außenminister Alikbek Dschekschenkulow ist festgenommen worden. Die Behörden werfen ihm den Mord an einem türkischen Geschäftsmann vor. Dschekschenkulow ist inzwischen Oppositionsführer.
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Der türkische Geschäftsmann Servet Tschetin wurde am 9. Dezember 2007 in der kirgisischen Kreisstadt Tallas erschossen. Am Tatort fand die Polizei zwei Hülsen und eine Patrone, Kaliber 9 Milimeter.
"Die Kugel, die bei der Tatortbesichtigung gefunden wurde, stammt aus einer Pistole, die dem Ex-Minister Alikbek Dschekschenkulow als Auszeichnung überreicht wurde", teilte ein Pressesprecher des kirgisischen Innenministeriums nun mit. Der Ex-Minister sei deshalb in Haft genommen worden.
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Brisant an der Geschichte ist, dass Dschekschenkulow die Seiten gewechselt hat. Aus dem Minister ist inzwischen ein Oppositionsführer geworden, der Präsident Kurmanbek Bakijew scharf kritisiert. Dschekschenkulow leitet die Oppositionsbewegung "Für Gerechtigkeit".
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In den zentralasiatischen GUS-Republiken ist es durchaus keine Seltenheit, dass ehemalige hochrangige Beamte nach ihrem Wechsel zur Opposition mit schweren Anklagen konfrontiert sind. Oft ist dies ein politisches Mittel, um die Betreffenden entweder zur Flucht ins Ausland zu zwingen oder sie in Gewahrsam zu nehmen.
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