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Donnerstag, 15.01.2009
Krisenwitze: Gas-Hickhack nur noch mit Humor erträglich
Moskau. Das Dauer-Theater um die blockierten russischen Gaslieferungen an und durch die Ukraine hat den Volksmund in beiden Staaten zu neuen Witzschöpfungen animiert. Wir präsentieren einige davon:
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Vielen Nachrichtenkonsumenten im russischen Sprachraum ist schon aufgefallen, dass es gegenwärtig Weltnachrichten fast nur aus dem „sektor Gaza“ (dem Gaza-Streifen) und dem „sektor bes gasa“ (dem Gebiet ohne Gas) gibt.
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Damit aber genug des Wortwitzes. Übersetzbar sind dafür Anekdoten wie diese:
Nachrichten vom 6. März 2009: Gasprom hat der Ukraine den Gasankauf zum Preis von 3.500 Dollar pro 1.000 Kubikmeter angeboten. Naftogas Ukraine nennt als optimalen Preis 50 Dollar. Die Verhandlungen gehen weiter.
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Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko grillen Viktor Juschtschenko am Spieß. Lukaschenko fragt: „Wladimir Wladimirowitsch, warum drehen Sie den Spieß denn so schnell? So wird der doch nie durchgebraten.“ - „Mein Lieber, glauben Sie mir, wenn ich langsamer drehe, klaut er die Kohle.“
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Als bei den Verhandlungen die ukrainische Delegation erklärte, sie sei bereit, russisches Gas zu Marktpreisen zu kaufen, wolle aber zuvor wissen, wie Gazprom diese errechnet, antworteten die Russen: „Wollt ihr vielleicht auch noch, dass wir einen Literaturnobelpreisträger als Botschafter nach Kiew schicken?!“ (Anm.: Russischer Botschafter in Kiew ist Viktor Tschernomyrdin, bekannt für seine ebenso holperige wie kräftige Ausdrucksweise)
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Das russische Gas für die Ukraine muss teurer sein als jenes für Westeuropa, weil die Ukraine es früher und damit frischer bekommt.
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