|
Sonntag, 11.01.2009
Kaliningrad: Lage am Arbeitsmarkt extrem verschlechtert
Kaliningrad. Die Situation auf dem Kaliningrader Arbeitsmarkt hat sich dramatisch umgekehrt: Es gibt jetzt doppelt so viele gemeldete Arbeitslose wie vor einem Jahr - und vier mal weniger freie Stellen.
|
|
Während zu Jahresbeginn 2008 in der boomenden Gebietshauptstadt noch mehr als 10.000 offene Facharbeiterstellen und lediglich rund 600 Arbeitslose gemeldet waren, nennt der Chef des Kaliningrader Arbeitsamtes, Sergej Susdalew, in seiner Bilanz für Dezember bereits rund 1.100 Arbeitslose und nur noch 2.300 vakante Stellen.
|
„Überflüssig, das zu kommentieren“, so Susdalew. „Und es ist mit Sicherheit erst der Beginn der Abwärtsentwicklung, zumal wir von einer großen Dunkelziffer ausgehen müssen.“
Susdalew zufolge streichen die Arbeitgeber nicht nur massiv Stellen, sondern kürzen auch die Löhne: „Vor einem Monat hätte ein Tischler kaum eine Stelle unter 20.000 Rubel (ca. 500 Euro) angenommen. Heute würde er sich auf 8.000 Rubel freuen.“
Tatsächlich sind radikale Gehaltskürzungen von 25 bis 40 Prozent in vielen Kaliningrader Unternehmen derzeit die Regel. Andere zahlen mangels Einnahmen gar nichts mehr aus.
|
Insgesamt schuldeten die regionalen Firmen ihren Beschäftigten nach Angaben von Gebiets-Sozialministerin Galina Jankowskaja Ende des Jahres rund 149 Mio. Rubel (3,7 Millionen Euro).
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>