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Montag, 29.10.2007
Polizei stoppt Kreml-Jugend bei „Marsch gegen den Hass"
St. Petersburg. Bei einer gegen Rassenhass und Faschismus gerichteten Demonstration kam es gestern in St. Petersburg zu kleinen Konflikten mit Nationalisten-Anhängern sowie einer Gruppe von Unterstützern der Kreml-Partei „Einiges Russland“.
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Der „Marsch gegen den Hass“ war dem Gedenken an den 2004 ermordeten Menschenrechtler und Ethnologen Nikolai Gurenko gewidmet, der aktiv gegen nazistische und fremdenfeindliche Entwicklungen auftrat. Nach unterschiedlichen Medienberichten nahmen daran zwischen 800 und 1.500 Personen teil.
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Organisiert worden war der Demonstrationszug vom Jubilejny-Sportpalast zum Sacharow-Platz an der Universität von der Partei Jabloko und einer Antirassismus-Bewegung. Aber auch andere liberale und oppositionelle Gruppen von der SPS über Kasparows Bürgerfront bis hin zu einem Block Anarchisten nahmen daran teil.
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Zur Verwunderung der Organisatoren stieß bei der Auftaktkundgebung auch eine etwa 200 Köpfe zählende Gruppe der „Jungen Garde“, der Jugendorganisation der Kreml-Partei ER hinzu. Da die Kreml-Jugend als ungeladene Gäste betrachtet wurden, kam es zu der originellen Situation, dass die oppositionellen Veranstalter die Polizei baten, die Kreml-treuen „Eindringlinge aus einer extremistischen Organisation“ aus ihren Reihen zu entfernen.
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Dies geschah tatsächlich, worauf den Putin-Anhängern gestattet wurde, am Ende des Demonstrationszuges ohne Flaggen und Transparente mit zu gehen.
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Auch eine Art Angriff durch etwa 15 aggressiv gestimmte Jugendliche auf den Demonstrationszug wurde durch die mitziehenden Polizeieinheiten unterbunden. Provokateure verteilten unterdessen unter den Demonstranten gefälschte SPS-Werbezettel, in die Präservative eingelegt waren, berichtet fontanka.ru.
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Bei der Abschlusskundgebung bezeichneten Vertreter von Jabloko und SPS die wachsende Fremdenfeindlichkeit als Teil des „Putin-Plans“ und forderten die Teilnehmer auf, bei den Duma-Wahlen für ihre Parteien und gegen Putin zu stimmen – was wiederum in den Reihen der radikalen Antifa-Aktivisten auf Protest stieß.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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