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Mittwoch, 09.04.2008
Verteidigungsministerium: Russische Generäle zu dick
Moskau. Eine Überprüfung der körperlichen Fitness des russischen Offizierscorps ergab ein betrübliches Bild: 30 Prozent der Offiziere und Generäle sind übergewichtig. Und jeder fünfte ist nicht in der Lage, die eher bescheidenen sportlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Nun soll mehr trainiert werden.
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Offiziere der „fünften Alterklasse“ – dies sind fast durchgehend Oberste und Generäle – müssen neben gewissen Schießergebnissen für ein „befriedigend“ im Sport auch einen Kilometer in 5 Minuten 40 Sekunden laufen können und 100 Meter schwimmend in 3 Minuten 45 Sekunden zurücklegen.
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Doch daran scheiterten drei von vier der hochrangigen Militärs. Alle sportlichen Versager zu entlassen, wie dies beispielsweise in der US-Armee üblich ist, kann sich die russische Streitmacht deshalb gar nicht leisten.
Nun soll den hauptsächlich in Amtsstuben Dienst tuenden Führungs-Chargen der russischen Armee mehr Möglichkeit zur physischen Betätigung gegeben werden. Eine neue Fitness-Konzeption des Verteidigungsministeriums sieht vor, Geldeinnahmen aus Grundstücks- und Immobilienverkäufen auch für Turnhallen, Schwimmbäder und Sportgerät auszugeben.
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Aber auch für die niedrigeren Dienst- und Altersklassen sollen die physischen Anforderungen erhöht werden, um die Kampfkraft der russische Truppe zu steigern.
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Ein weiterer Grund für die Fitness-Offensive ist die neue sportlichere Uniform, die von Modedesigner Judaschkin gegenwärtig für das russische Militär gestaltet wird. Auf Kugelbäuche ist sie offenbar nicht zugeschneidert.
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„Der neuen Uniform soll auch ihr Inhalt entsprechen“, so ein Pressesprecher des Verteidigungsministeriums.
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