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Petersburg zieht viele Touristen an, aber es könnten weitaus mehr sein. (Foto: Deeg/.rufo)
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Mittwoch, 09.01.2013

Touristisches Potential Russlands bleibt unausgeschöpft

Moskau. Nach seinem touristischen Potential liegt Russland auf Platz fünf in der Welt, der Anteil dieser Sphäre am Bruttosozialprodukt ist aber äußerst gering. Russen bringen mehr Geld ins Ausland als Ausländer ins Land.

Etwa 40 Millionen Russen waren 2011 auf Reisen im Ausland und haben dort an die 30 Milliarden Dollar gelassen. Die etwa 20 Millionen Ausländer, die Russland in dem Zeitraum besucht haben, gaben dagegen nur zehn Milliarden Dollar aus. Dies ergibt eine Berechnung des Marktforschers Euromonitor International.

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• Russische Touristen brechen Israel-Urlaub nicht ab (19.11.2012)
• Moskau zieht mehr Touristen an, Hoteldefizit droht (05.06.2012)
• Kaliningrad: Sperrgebiete für Ausländer aufgehoben (29.05.2012)
• Touristenzuwachs SPb.: weniger Europäer, mehr Asiaten (02.05.2012)
Während ein ausländischer Besucher in Russland im Schnitt 69 Dollar ausgibt, sind die Russen mit 227 Dollar weitaus spendabler. Laut einer Prognose wird diese Schere in den nächsten fünf Jahren noch weiter auseinandergehen (469 gegenüber 107 Dollar).

Die meisten Russen, die ins Ausland fahren, machen dort Urlaub, der Anteil der Geschäftsreisen liegt nur bei vier Prozent. Bei den Ausländern ist der Anteil der Business-Reisen sechs Mal höher. Am beliebtesten ist bei den Russen, wenn sie zur Erholung fahren, aber weiterhin das Inland – 96,5 Millionen Menschen verbringen ihre Ferien in heimischen Gefilden.

Die Welttourismusorganisation (UNWTO) schätzt Russlands touristisches Potential sehr hoch ein und setzt das Land auf Rang fünf. Nach dem Anteil der Reisebranche am Bruttoinlandsprodukt liegt Russland aber weit abgeschlagen auf Platz 137 –sie steuert nur sechs Prozent dazu bei.

Ausländische Investoren sind bereit, in den nächsten Jahren etwa 45 Milliarden Dollar in die touristische Infrastruktur Russlands einfließen zu lassen. Die attraktivsten Standorte sind Sotschi, Kaliningrad und Wladiwostok.



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Matrioskin 09.01.2013 - 14:57

Tourismuspotential nur durch Bürokratieabbau

Tourismus braucht Zeit zum Wachsen und kann nicht wie von russischen Insitutionen angenommen einfach so geplant werden. Zu erst kommen oft die Backpacker und Individualtouristen. Diese tragen maßgeblich für eine Mund-zu-Mund-Propaganda und damit zum Ruf und Image eines Standortes bei.
Aber genau diese scheinem dem russischen Staat unliebsame Gäste. Russland möchte sofort die plan- und lenkbare Tourismusindustrie und nicht den eigensinnigen Fremdenverkehr. Dies könnte man zumindest mit Blick auf Visa- und Registrierungsregelungen meinen. Wer hat schon von einem Land gehört in dem Touristen sich innerhalb von drei (inzwischen ja sieben Tagen) unter Androhung hoher Strafen nur bei registrierungsfähigen Großhotels registrieren lassen können, wobei die dem Geheimdienst unterstellten Registrierungsstellen nur in den Regionszentren (also oftmals hunderte Kilometer entfernt) zu finden sind.
Russland ist ein Reiseland und kein Land, indem westliche Touristen zur Erholung an einen teuren und vermüllten Schwarzmeerstrand zur Erholung kommen. Selten bleiben Reisende länger als ein oder zwei Tage an ein und dem selben Ort (siehe Transsib, Städtereisen oder Gebirgstouren). Zeige mir mal jemand zum Beispiel die Großhotels mit preisleistungsmäßig zumindest akzeptablen Konditionen im Altai, Sajan oder Ural, die einen legitime Expressregistrierung über Nacht anbieten würden.
Viele Touristendienstleister Registieren in Moskau oder Sankt Petersburg auf fragwürdige Adressen und fremde Hotels, während die Gäste auf dem Weg nach Wladiwostok oder Peking sind. Erkläre mir jemand einmal dieses scheinheilige und auf Touristenkontrolle (und damit scheinbar auf Angst) basierte russische Fremdenverkehrssystem.

Gruß,
M.


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