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| In der Schule von Beslan kamen 330 Menschen ums Leben (Foto: www.newsru.com) | |
Mittwoch, 28.09.2005
Zeuge: Waffen in der Schule von Beslan versteckt
Moskau. Die Terroristen, die im vergangenen September die Schule von Beslan stürmten, hatten offenbar doch vorsorglich ein Waffenlager in dem Gebäude angelegt. Dies sagte eine ehemalige Geisel vor Gericht aus.
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Mit einer Sensation endete am Dienstag der Verhandlungstag im Prozess gegen den einzigen überlebenden Geiselnehmer Nurpaschi Kulajew. Ein 9 Jahre alter Schüler berichtete, wie er auf Befehl der Terroristen deren unter dem Fußboden eingerichtetes Waffen- und Munitionsdeopt leerräumen musste. Einer der Geiselnehmer habe zuvor mit einer Hantelstange aus der Turnhalle einige Bretter in der Aula aufgebrochen. Dahinter hätten sich zehn Kästen mit Granaten, Minen und Maschinenpistolen befunden.
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Viel mehr Geiselnehmer als offiziell angegeben
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Die Aussage steht im krassen Widerspruch zur offiziellen Version über den Tathergang. Bereits unmittelbar nach dem blutigen Ende der Massengeiselnahme kursierten in der Kaukasusteilrepublik Nordossetien Gerüchte, Waffen und Sprengstoff seien bereits unter dem Deckmantel von Reparaturarbeiten im Sommer in die Schule Nr. 1 von Beslan geschafft worden. Bislang erklärten die Ermittler stets, die Geiselnehmer hätten alle Waffen mit sich in die Schule getragen.
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Eine anderer Zeuge erschütterte weitere von den Behörden bislang Auffassungen über den Tathergang. Insgesamt habe er mindestens 45 Geiselnehmer gezählt, erklärte ein 66 Jahre alter ehemaliger Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft, der sich während des Geiseldramas in einem Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufhielt. Offiziell heißt es bislang, an der Geiselnahme seien 32 Personen beteiligt gewesen, von denen alle bis auf Kulijew bei dem Sturm ums Leben kamen.
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Vor dem Gerichtsgebäude forderten Mitglieder des Bürgerkomitees “Mütter von Beslan” eine Ablösung des zuständigen Staatsanwaltes Nikolai Schepel, weil dieser nicht an einer objektiven Aufklärung der Tat interessiert sei. So habe Schepel nicht klären können, warum während des Sturms Flammenwerfer und Panzer eingesetzt wurden.
Nach offiziellen Angaben wurden diese Waffen erst verwendet, als der Einsatzstab sicher war, dass sich keine lebenden Geiseln mehr in der bereits zerstörten Schule aufhielten, einige Terroristen jedoch weiter bewaffneten Widerstand leisteten. Diese Version wird von vielen Hinterbliebenen angezweifelt.
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(kp/.rufo)
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