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Freitag, 19.06.2009
Lukaschenko nennt Diktator Turkmenbaschi sein Vorbild
Aschchabad. Der langjährige Dikator Turkmenistans, Turkmenbaschi (zu deutsch „Vater aller Turkmenen“) war auch der geistige Vater von Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko. Bei einem Besuch in Aschchabad erklärte Lukaschenko, er habe von Turkmenbaschi viel gelernt.
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„Ich hatte das Glück, Saparmurat Atajewitsch (Nijasow – so der bürgerliche Name Turkmenbaschis -d.R.] persönlich zu kennen. Er hat mir damals noch jungem Politiker viel beigebracht: Lebensweisheit, einen behutsamen Umgang mit meinem Volk und das Können, jeden Schritt voraus zu berechnen“, sagte Lukaschenko.
Nach der Unabhängigkeit Turkmenistans 1991 leitete Turkmenbaschi das Land 15 Jahre lang bis zu seinem Tod 2006. In der Zeit baute er einen selbst für Mittelasien einmaligen Personenkult auf, ließ sich zum Präsidenten auf Lebenszeit machen und jede Menge goldene Turkmenbaschi-Statuen im Land aufstellen, während die Bevölkerung hungerte.
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Auch Lukaschenko ist inzwischen 15 Jahre im Amt. Dank einer Verfassungsänderung darf er 2011 zum inzwischen vierten Mal als Präsident bei den Wahlen kandidieren. Die vergangenen Wahlen wurden in Europa und den USA stark kritisiert – Lukaschenko wurden Wahlfälschung und grobe Einflussnahme vorgeworfen. Demonstrationen in Minsk ließ der im Westen als „letzter Dikator Europas“ bekannte Lukaschenko schließlich mit Gewalt auflösen.
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Die gegen ihn und sein Regime erlassenen Sanktionen sind inzwischen allerdings teilweise wieder aufgehoben. Lukaschenko hat dem Westen dafür eine Liberalisierung in Weißrussland versprochen.
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