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Freitag, 04.07.2008
Turkmenistan: Mitarbeiter von Radio Liberty misshandelt
Aschchabad. In Turkmenistan ist Sasak Durdymuradow, freier Mitarbeiter von Radio Liberty, vom Geheimdienst festgenommen und misshandelt worden. Durdymuradow soll bereits im Juni in seinem Haus in der Stadt Bacharden verhaftet worden sein.
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Welche Anklagen ihm vorgelegt wurden, ist bislang unbekannt.
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Radio Liberty ist ein US-amerikanischer Auslandssender, der vor allem für Osteuropa und Zentralasien sendet. Durdymuradow recherchierte für Radio Liberty in Turkmenistan vor allen Dingen zum Thema Bildung.
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Darüber hinaus berichtete er auch über die Vorbereitungen zu einer Verfassungsreform des Landes. Eine Verwandte Durdymuradows berichtete in einem Radiointerview, dass der Journalist von den Beamten geschlagen worden sei.
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Er soll sich zuvor geweigert haben, eine Erklärung zu unterschreiben, nicht mehr für Radio Liberty zu arbeiten. Der Direktor des Radiosenders, Jeffrey Gedmin, kritisierte das Vorgehen als einen „schrecklichen Vorfall“.
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Wie Reporter ohne Grenzen am 1. Juli mitteilte, wird Durdymuradow mittlerweile gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Anstalt festgehalten. Die Klinik in der östlichen Region Lebap sei für die „Aufnahme“ von Regimekritikern berüchtigt, hieß es.
Der Journalist sei von zehn Ärzten untersucht worden, die eine „mentale Instabilität“ diagnostizierten. „Wir rufen die turkmenischen Behörden dazu auf, Durdymuradow sofort freizulassen“, erklärte die Menschenrechtsorganisation.
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Zwangseinweisungen in Krankenhäuser und Folter seien „vollkommen inakzeptable Praktiken“.
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Turkmenistan ist seit 1991 unabhängig. Bis 2006 wurde das Land vom früheren KP-Chef Saparmurat Nijasow (Turkmenbaschi) diktatorisch regiert.
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Nach seinem Tod hat Gurbanguly Berdymuhammedow die Regierungsgeschäfte übernommen. Berdymuhammedow kündigte Reformen an, die westliche Beobachter als vorsichtige Öffnung des Landes interpretierten.
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Die Pressefreiheit ist allerdings weiterhin stark beschränkt. Reporter ohne Grenzen führte Turkmenistan im Jahr 2007 beim Rating der Pressefreiheit lediglich auf Platz 167 (insgesamt 169).
(ab/epd/.rufo/Moskau)
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