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Montag, 22.06.2009
Sparprogramm: Aeroflot will Personal und Töchter kürzen
Moskau. Aeroflot geht auf Sparkurs. Der neue Generaldirektor Witali Saweljew will massiv Stellen streichen und ineffiziente Tochtergesellschaften liquidieren. Auf diese Weise soll das Unternehmen aus der Krise fliegen.
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Seit Jahren lebt Aeroflot vor allem von den so genannten Royalties, den Überfluggebühren für Sibirien. Über 200 Mio. Euro fließen dadurch jährlich in die Kassen der staatlichen Fluggesellschaft. Der Reingewinn 2008 betrug 5,81 Mrd. Rubel (damals knapp über 150 Mio. Euro).
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Doch „die Royalties sind eine Droge, von der wir loskommen müssen“, hat Aeroflots Generaldirektor Witali Saweljew erkannt. Darum will er sparen. Schon in den ersten zwei Monaten seiner Amtszeit habe er die Kosten um 15 Prozent oder 115 Mio. Euro senken können, lobte sich Saweljew selbst. Doch dies soll noch nicht das Ende der Sparmaßnahmen sein:
6.000 der 15.000 Angestellten von Aeroflot will Saweljew vor die Tür setzen. Dies sei nötig, um mit westlichen Anbietern konkurrieren zu können, erklärte er. Gleichzeitig soll die Auslastung der Flugzeuge von etwas über 60 auf 70 Prozent ansteigen.
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Erreicht werden kann dies nur durch effizienteres Management. Saweljew will daher die Managergehälter leistungsbasierter gestalten. 50 Prozent gebe es „bei jedem Wetter“, 50 Prozent nur dann, wenn Resultate erreicht werden.
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Gespart wird auch bei den Aeroflot-Tochtergesellschaften. Der Bankrott der Frachtfluggesellschaft Aeroflot Cargo ist bereits beschlossene Sache. Die „Töchter“ Aeroflot-Nord und Aeroflot-Don haben bis zum 15. Juli Zeit, um ein schlüssiges Sanierungsprogramm vorzustellen, ansonsten droht ihnen das gleiche Schicksal.
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Auf diese Weise hofft Saweljew bereits dieses Jahr mit Gewinn abzuschließen – allerdings ließ er dabei offen, ob der Gewinn mit oder ohne Überfluggebühren erzielt wird. Ohne diese Gebühren werde Aeroflot keinen Gewinn erzielen, meint die Verkehrs-Analystin Jelena Sachnowa (VTB). Ihrer Meinung nach wird die Krise im Luftfahrtsektor noch mindestens drei Jahre lang anhalten.
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