Sotschi-2014: Ski-Weltcup als erste Bewährungsprobe
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Sergej Tigipko (foto: newsru.com)
Sergej Tigipko (foto: newsru.com)

Ex-Bankier Tigipko – Kutschmas neues Aufgebot?

St. Petersburg. Mitten im größten Polit-Durcheinander in der Ukraine hat eine neue Figur den Handschuh in den Ring geworfen: Der am Montag als Vorsitzender der Zentralbank wie auch als Wahlkampfchef von Premier Janukowitsch zurückgetretene Sergej Tigipko kündigte an, im Falle von Neuwahlen selbst um das Präsidentenamt zu kandidieren.

Alles Taktik – oder eher ein Anzeichen für ein Zerwürfnis im Lager der bisherigen Staatsführung? So ganz klar ist noch nicht, was Tigipkos letzte Schritte bezeugen sollen. Möglicherweise plant Altpräsident Leonid Kutschma bei einer sich als Variante zur Krisenbewältigung abzeichnenden „Neuwahl von null an“ auf einen neuen Kandidaten zu setzen.

Jedenfalls erklärte Tigipko am Montag, sein wegen des Wahlkampf-Engagements für Kutschmas Wunschnachfolger Viktor Janukowitsch seit Juli 2004 ruhendes Amt als Vorsitzender der ukrainischen Zentralbank nicht wieder aufzunehmen. „Ich werde mich vollständig mit Politik beschäftigen“, sagte Tigipko.

Später erklärte er, er könne sich vorstellen, im Falle von Neuwahlen in der Ukraine – also nicht nur einer Wiederholung der Stichwahl zwischen Viktor Juschtschenko und Janukowitsch – für den höchsten Posten im Staate zu kandidieren. Mit Janukowitsch, glaube er, könne er sich in dieser Frage arrangieren.

Tigipko bemühte sich in den letzten Tagen, in Distanz zum Premierminister und offiziellen Wahlsieger Janukowitsch zu gehen – und diesem zugleich einen Teil der Verantwortung für die Krise in der Ukraine zuzuschieben.

Bei Russland-Aktuell
• Ukraine: Vermittlung endet mit einem Händedruck (27.11.2004)
• Massendemos in Kiew nach ersten Auszählungen (22.11.2004)
• Ukraine: Janukowitsch wendet sich um Hilfe an EU (30.11.2004)
• Ukraine: Ultimatum an Kutschma - neue Eskalation (29.11.2004)
Tigipko ist selbst Vorsitzender der Partei „Arbeitende Ukraine“ und zugleich mit dem Familienclan von Kutschma eng verbandelt. Deshalb gilt es als unwahrscheinlich, dass er seinen Schritt ohne Rückendeckung durch den Altpräsidenten gemacht hat. Möglicherweise plant Kutschma für den Fall, dass Janukowitsch jetzt nicht durchsetzbar sein sollte, diesen bei Neuwahlen als Sündenbock für die Krise fallen zu lassen. Und zugleich würden bei diesem Szenario die finanziellen wie ideellen Ressourcen der „orangen“ Opposition wohl über Gebühr strapaziert werden. Nicht umsonst kämpft dieses Lager vorrangig für eine Anerkennung seines angeblichen Wahlsieges vom 21. November.
(ld/.rufo)


Artikel versenden Druckversion





nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Dienstag, 30.11.2004
Zurück zur Hauptseite







In Kiew, auf dem hohen Ufer des Dnjepr fing einmal mit der Kiewer Rus die Geschichte Russlands an. Ist Russland europäisch oder die Ukraine russisch? Oder ist der Dnjepr die Scheidelinie? Oder ist das Schnee von gestern? (Foto: Mrozek/.rufo)
Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Ukraine Monitor
03.02.2012Kälte killt: Die Todesopferzahlen steigen rasant
02.02.2012Ukraine: Hacker erklären dem Staat den "Cyber-Krieg"
02.02.2012Eisige Kälte fordert erneut 20 Tote in der Ukraine
31.01.2012Frost in Osteuropa – 30 Menschen in Ukraine erfroren
26.01.2012Zwei deutsche Ärzte werden Timoschenko untersuchen
12.01.2012Prag: Asyl für Herr Timoschenko, aber kein politisches
05.01.2012Timoschenko-Anhänger müssen Gefängnisvorplatz räumen
30.12.2011Timoschenko aus Kiew in Charkower Strafkolonie verlegt
22.12.2011FEMEN: Einzelheiten aus der „KGB-Gefangenschaft“
21.12.2011FEMEN: KGB quält Frauen und setzt sie im Wald aus
20.12.2011Timoschenkos Teilnahme am Berufungsprozess geplatzt
19.12.2011Ost-Ausschuss: Abkommen mit Ukraine zügig abschließen
14.12.2011Mordverfahren gegen Ex-Präsident Kutschma eingestellt
13.12.2011Handgemenge zu Beginn von Timoschenko-Verhandlung
08.12.2011Anhörung von erkrankter Timoschenko in der Zelle

www.ukraine.aktuell.ru
Dossier und
Nachrichtenüberblick >>>
Schnell gefunden
Russland Veranstaltungen und Kultur-Events in D+A+CH

Die Top-Themen
Kommentar
Sozial und gerecht: Putin verteilt Wahlgeschenke an alle
Kopf der Woche
VTB-Chef: Putin wählen, damit er in 6 Jahren abtritt
St.Petersburg
Medwedew feuert Petersburger Polizeichef nach Skandal
Thema der Woche
Gemeinsam frieren: Dauer-Eiszeit in Russland und Europa
Moskau
Präsidentenwahl: für Putin 28, für Sjuganow 22 Prozent
Kaliningrad
Moskaus Ex-Bürgermeister macht jetzt Mist in Ostpreußen

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.


Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.sotschi.ru, www.baltikum.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.kultur.ru, www.puschkin.ru, www.wladiwostok.ru, www.sotschi.ru ... und noch einige andere mehr!
Russia-Now - the English short version of Russland-Aktuell





google.com
yahoo.com