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Verschmitzt: Wladimir Lissin kann sich wieder einmal über Platz 1 freuen (Foto: Archiv)
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Montag, 14.02.2011

Neue Rangordnung der Oligarchen - Abramowitsch fällt

Moskau. Reichster russischer Oligarch bleibt auch in diesem Jahr Wladimir Lissin mit einem Vermögen von über 21,1 Milliarden Euro. Roman Abramowitsch fällt um zwei Positionen auf Platz fünf. Metallindustrie und IT sind im Aufwind.

Nach Einschätzung des russischen Fachjournals "Finanz" konnte Wladimir Lissin sein Vermögen dank des Metallurgiekombinats Nowolipetzk im Laufe des vergangenen Jahres um über sieben Milliarden Euro vermehren. (von 18,8, Mrd USD auf 28,3 Mrd USD).

Bei Russland-Aktuell
• Forbes: Russlands Milliardäre verdoppeln ihr Vermögen (16.04.2010)
• Stahlbaron Wladimir Lissin ist Russlands neuer Krösus (15.02.2010)
• Milliardär Prochorow neuer Olympia-Chef in Russland? (05.03.2010)
• Prochorow schafft Billig-Konkurrenz für Mobilfunker (28.10.2010)
• Russisches Elektromobil wird in Petersburg gebaut? (20.01.2010)
Auf dem zweiten Platz der Oligarchenrangliste hält sich stabil Sonnyboy Michail Prochorow, der im vergangenen Jahr mit der Präsentation eines neuentwickelten russischen Hybrid-Elektromobils namens "Jo-Mobil" von sich reden machte. Prochorow kann laut "Finanz" knapp 17 Milliarden Euro (22,7 Mrd USD) sein eigen nennen. Im vergangenen Jahr lag er noch bei 13,3 Mrd Euro.

Neu auf dem dritten Platz ist Alischer Usmanow von MetalloInvest mit 14,85 Mrd Euro (19,9 Mrd USD). Usmanows Hausmacht bleibt zwar mit MetalloInvest die russische Metallurgie-Industrie, aktiv wird er aber auch in der Kommunikationsbranche.

Metallurgie und IT im Aufwind


Der von ihm günstig eingekaufte Handy-Provider "Megafon" rückte im vergangenen Jahr auf Platz zwei der russischen Mobilfunker. Und die "Mail.ru-Group" ging im vergangenen Jahr mit grossem Erfolg an die Börse.

Auch andere Metallurgen konnten kräftig aufrücken. So kam Alexej Mordaschow von SewerStal drei Plätze nach oben und landete mit 12,7 Milliarden Euro (17,05 Mrd USD) auf Position sechs, ganz knapp hinter dem abgesunkenen Roman Abramowitsch. Alexej Mordaschow hatte im vergangenen Jahr eine Wende in seiner Unternehmenspolitik verkündet.

Da die Markt- und Investmentpositionen in Europa und im Westen im wesentlichen besetzt seien, werde man sich den dynamischen Märkten des Ostens zuwenden, hatte Mordaschow erklärt, der bis dato als "westorientiert" galt.

Bei Russland-Aktuell
• Abramowitsch hat seine Super-Yacht übernommen (16.12.2010)
• WM-2018 wird ein teurer Spaß für Russland (03.12.2010)
• Neu-Holland: Abramowitsch übernimmt die marode Insel (22.11.2010)
• Deripaska will Billigairline Sky Express übernehmen (27.07.2010)
• Deripaska als Pirat der Karibik im Nornickel-Streit (08.02.2011)

Abramowitsch investiert in Repräsentation


Roman Abramowitsch - der wie alle anderen Oligarchen auch von der russischen Regierung immer wieder zu sozialen Projektinvestitionen gezwungen wird - sackte von Platz drei auf Platz fünf, Vermögen 12,8 Mrd Euro (17,1 Mrd USD). Abramowitsch, so schreibt "Finanz", habe auch mit seinen Yachten, Villen und dem Fussballklub Chelsea hohe Repräsentationskosten zu tragen.

Platz vier wird von Oleg Deripaska (RusAl)(14,2 Mrd Euro) gehalten. Deripaska, der sich von den Folgen der Finanzkrise erholte, konnte zwar in 2010 Strabag-Anteile wieder zurückkaufen, verzettelte sich aber in verschiedenen misslungenen Investitionsprojekten. Das Strabag-Management, dass sich grosse Hoffnungen auf die Partnerschaft gemacht hatte, wendet sich enttäuscht vom russischen Markt ab.

Oft sind auch die richtigen Partner wichtig ...


Auf die Plätze 7 bis 10 kamen Sulejman Karimow (Raffinerie Nafta Moskwa), Michail Fridman (Alfa-Gruppe), Wladimir Potanin (Interros) und Wagit Alekperow (LukOil), die alle im wesentlichen skandalfrei ihre Geschäfte machten.

Der Bankier Arkadi Rotenberg scheint allerdings auch über politisches Kapital zu verfügen. Der frühere Sparringpartner Putins im Judo konnte sich um 17 Positionen auf Platz 63 (1,3 Mrd Euro) verbessern. Auf dem benachbarten Platz 64 liegt sein Bruder Boris Rotenberg (ebenfalls 1,3).




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