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Die Odeliske ist ein faules Ei, Wechselberg will sein Geld wieder. (Foto: bg.ru)
Die Odeliske ist ein faules Ei, Wechselberg will sein Geld wieder. (Foto: bg.ru)
Montag, 19.07.2010

Fälschung: Milliardär Wechselberg verklagt Christies

Moskau/London. 2005 war der Verkauf eine Sensation – Kustodijews „Odeliske“ ging bei Christie´s für 2,9 Mio. Dollar weg. Der Käufer blieb anonym. Jetzt ist klar: Es war Viktor Wechselberg, und… das Bild ist eine Fälschung.

Wechselberg gehörte 2005 Jahr laut Forbes zu den 100 reichsten Männern der Welt. Im Jahr zuvor hatte er durch den Kauf einer Sammlung von Fabergé-Eiern auf dem internationalen Kunstmarkt Furore gemacht (Russland-Aktuell berichtete).

Ein faules Ei im Nest


Wie es jetzt aussieht, ist ihm mit dem 1919 gemalten Bild des bekannten russischen Malers Boris Kustodijew (1878-1927) ein faules Ei ins Nest gelegt worden. Dabei galt gerade Kustodijew in Fachkreisen bisher als „absolut blütenrein“, schreibt der „Kommersant“ am Montag – Fälschungen seiner bedeutenden Bilder sind unbekannt.

Zudem war die „Odeliske“ schon einmal bei Christie´s unter dem Hammer gewesen. 1989 fand sie einen Käufer, und niemand hatte auch nur den leisesten Verdacht, das Bild könnte nicht echt sein.

Dass die „Odeliske“ nicht echt ist, war bereits 2009 bekannt geworden. Sie tauchte im „Katalog der Fälschungen von Werken der Malerei“ auf, der unter der Ägide der russischen Kulturschutzbehöre Rosochrankultury herausgegeben wird.

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Davor hatten Experten des Grabar-Restaurationszentrums, des Russisches Museum und der Tretjakow-Galerie das Gemälde untersucht. Die erste Expertise entstand bereits 2006. Damals wurde der Schluss gezogen: Der Besitzer muss sein Geld zurückbekommen. Allein – niemand wusste, wem das Bild gehörte.

Wechselberg muss sich beeilen


Viktor Wechselberg hatte es durch einen Mittler – den ihm unterstellten Fonds „Aurora“ – erworben. Sensationell war der Preis, der für das nicht sonderlich berühmte Bild hingeblättert wurde. Die 2,9 Millionen Dollar überstiegen den Starpreis fast um das Siebenfache.

Für das traditionsreiche Londoner Auktionshaus ist der Fall natürlich eine peinliche Sache. Nicht finanziell – Christie´s hat einen Umsatz von fünf bis sechs Milliarden Dollar pro Jahr. Nein, der Ruf wird beschädigt. Vertreter von Christie´s sagten gegenüber dem „Kommersant“, es wäre doch verwunderlich, dass die britische Presse offen über eine „Fälschung“ spricht, bevor das Gericht ein Urteil gesprochen hat.

Wechselbergs Bild wird auf Forderung der Auktionäre jetzt in London untersucht. Der Oligarch hat allerdings nur noch wenig Zeit – gesetzlich läuft die Verantwortung des Verkäufers nach fünf Jahren aus – also im November 2010.

Der „Kommersant“ vermutet, dies sei auch der Grund, warum die Information über den Prozess in die Öffentlichkeit gelangt ist.



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