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| Einheimische Blockbuster locken wieder mehr Besucher in die russischen Kinos (Foto: filmrolle.tv) | |
Dienstag, 11.10.2005
Osama bin Laden gegen den Wächter der Nacht
Moskau. Die Russen gehen wieder verstärkt ins Kino: Der neueste Renner der Saison ist der Film „Dewjataja Rota“ (Die neunte Kompanie) des 40-jährigen Regisseurs Fjodor Bondartschuk über den Afghanistan-Krieg.
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Das Militärdrama des Clipmakers, Producers, Schauspielers und Fernsehmoderators Bondartschuk läuft seit Ende September im Kino. Das Militärdrama gründet sich auf angeblich reale Ereignisse am Ende des Afghanistan-Feldzuges 1988/89. Bondartschuk, Sohn des Regisseurs des mit einem Oskar ausgezeichneten Epos „Krieg und Frieden“ Sergej Bondartschuk, verfilmte die Erlebnisse sowjetischer Soldaten, die eine Anhöhe gegen Söldner des damals unbekannten Osama bin Laden verteidigen sollen.
Im Gedächtnis der Betroffenen
Der Film habe einen fantastischen Start mit 417 Kopien gehabt, sagt Wladimir Iwanow, der für den Filmverleih zuständige stellvertretende Direktor der „Gemini Film International“. Mit diesem Streifen würden sich große Hoffnungen verbinden. Bislang gebe es jedoch noch keine Antwort auf die Frage, wie „Die neunte Kompanie“ - ein Film über einen Krieg, der vielen Menschen noch gut in Erinnerung ist - vom Publikum aufgenommen wird. Doch die Filmschöpfer rechnen mit einem breiten Publikum.
Schon gesehen?
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Bislang gibt es über den Film so viele Meinungen wie Leute: Nach der Voraufführung des Films standen manchen Zuschauern Tränen in den Augen, andere waren gar nicht berührt. Sie kritisierten Bondartschuk dafür, dass er nie in Afghanistan gewesen wäre und deswegen auch keinen guten Film darüber drehen könnte.
Kostspieliges Routineprojekt
„Die neunte Kompanie“ ist ein kostspieliges Routineprojekt der russischen Kinoindustrie. Timur Bekmambetow, Regisseur des Blockbusters „Wächter der Nacht“, der kürzlich auch in Deutschland anlief, hatte seinen Fantasy-Film noch für die im Vergleich zu Hollywoodfilmen lächerliche Summe von rund 4 Millionen Euro gedreht. Fjodor Bondartschuk brauchte für seine „neunte Kompanie“ schon neun Millionen Euro. Doch das ist kein Problem: Allein in den ersten zehn Tagen spielte der Blockbuster in Russland etwa eine Million US-Dollar ein.
Es wird erwartet, dass das Militärdrama „Die neunte Kompanie“ den Kassenerfolg des „Türkischen Gambit“ übertreffen wird. Der Film von Dschanik Faisijew hatte im vorigen Jahr 18 Millionen Dollar eingespielt und damit sogar den Renner von 2004 - „Wächter der Nacht“ (16 Millionen Dollar) übertroffen.
Schätzungen zufolge ist der Anteil russischer Filme auf dem einheimischen Filmmarkt von zehn Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 15 Prozent angestiegen. Die Kasseneinnahmen werden in diesem Jahr auf 350 Millionen US-Dollar (rund 290 Millionen Euro) steigen.
(ada/.rufo)
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