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| Nach dem Mord an Politkowskaja: Blumen am Tatort. (Foto: Packeiser/.rufo) | |
Donnerstag, 05.02.2009
Prozess Politkowskaja: Angeklagte widerrufen Aussagen
Moskau. Zwei Angeklagte im Mordprozess Politkowskaja haben Aussagen widerrufen. Ein FSB-Mann erklärt, er sei zu Falschaussagen gezwungen worden. Ein Milizionär sagt, er habe Boris Beresowski fälschlich belasten sollen.
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Der ehemalige FSB-Geheimdienstoffizier Pawel Ragusow wird von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, den Mördern der Journalistin deren Wohnadresse besorgt zu haben.
In der heutigen Gerichtsverhandlung erklärte Ragusow allerdings, er habe entsprechende Aussagen, die ihn selbst belasten, nur unter Zwang gemacht.
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Ihm seien von den Ermittlern 15 Jahre Haft in einem anderen Strafverfahren wegen Kidnapping angedroht worden, wenn er nicht zugebe, dass er die Adresse der ermordeten Anna Politkowskajsa besorgt habe. Er habe das nur unter dem Vorbehalt gesagt, dass dies falsch sei.
In den aktenkundigen Aussagen Ragusows heisst es, der ehemalige Verwaltungschef der tschetschenischen Stadt Atsch-choi-Martan, Schamil Burajew, habe von dem FSB-Mann die Adresse haben wollen, um mit "der Journalistin zu reden."
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Wer Beresowski belastet, bleibt straffrei Ebenfalls in der heutigen Gerichtsverhandlung sagte der wegen Beihilfe angeklagte Milizionär Sergej Chadschikurbanow, die Ermittler hätten ihn zwingen wollen, den Exil-Oligarchen Boris Beresowski zu belasten. Auch habe er zugeben sollen, dass er den Mordauftrag von hochstehenden tschetschenischen Beamten bekommen habe.
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Die Ermittler sollen ihm angeboten haben, wenn er Beresowski belaste, werde man ihn selbst aus dem Verfahren raushalten, erklärte vor Gericht Chadschikurbanow.
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