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Freitag, 15.02.2008
Anschlag auf Staatsanwalt wahrscheinlich Auftragsmord
Saratow. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem tödlichen Anschlag auf den Staatsanwalt des Gebiets Saratow Jewgeni Grigorjew um einen Auftragsmord. Die Ermittlungen führt derzeit der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschajka.
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Bei den Ermittlungen stehen Motive im Vordergrund, die im Zusammenhang mit der Arbeit Grigorjews stehen. Aber auch persönlichen Rache-Motiven wird nachgegangenen.
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„Wir hoffen, dass wir den Mörder finden und die Tat aufklären können. Die Tat ist ein Angriff auf die Rechtsorgane und die Gesellschaft im Ganzen“, erklärte gestern die stellvertretende Leiterin der Ermittlungsbehörden im Gebiet Saratow Tatjana Sergejewa.
Der Staatsanwalt Jewgeni Grigorjew war am Mittwochabend gegen 21.00 vor seinem Wohnhaus im Zentrum der Wolga-Stadt Saratow von einem Unbekannten erschossen worden. Der Täter verwendete eine Makarow-Pistole mit Schalldämpfer, so dass später befragte Nachbarn nicht einmal den Schuss gehört haben sollen.
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Grigorjew hatte ein Verfahren gegen den ehemaligen Bürgermeister von Saratow Juri Aksenenko eingeleitet. Der soll bei der Verteilung von Bauland seine Amtsbefugnisse überschritten haben.
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Außerdem hatte sich der Staatsanwalt bei der regionalen Alkohol-Industrie unbeliebt gemacht, als er im Sommer vergangenen Jahres vorschlug, den Alkohol-Verkauf zwischen 22.00 Uhr und 8.00 Uhr zu verbieten. Die Alkoholindustrie im Gebiet Saratow setzte im Jahr 2007 285 Millionen Euro um.
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