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Dienstag, 12.02.2008
Russland und China wollen Weltraumwaffen verbieten
Genf. Russland und China haben auf der UN-Abrüstungskonferenz in Genf den Vorschlag unterbreitet, die Stationierung von Waffen im Weltraum zu verbieten. Der Entwurf wurde von Russlands Außenminister Sergej Lawrow präsentiert.
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Der bisher gültige Vertrag verbietet lediglich die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im All. Wird die neue Vereinbarung angenommen, dürfen überhaupt keine Waffen mehr im All stationiert werden.
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Außenminister Lawrow begründete die Initiative damit, dass jegliche Stationierung von Waffen im Kosmos globale und schnelle Einsatzmöglichkeiten biete. Damit seien diese Waffen potenziell "kein Instrument der Abschreckung, sondern Waffen der massenhaften Anwendung."
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US-Präsident George Bush hatte im Herbst 2006 Handlungsfreiheit für die USA im Weltraum gefordert. Sein Land werde keinen Vertrag unterschreiben, der diese Handlungsfreiheit begrenzt, teilte er mit.
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Die USA lehnen folgerichtig den Rüstungskontrollvertrag ab. Moskau und Peking können aber durch den Vorstoß die US-Amerikaner, „die derzeit das Völkerrechtssystem abbauen, als Aggressoren hinstellen, um sie in die Defensive zu drängen und weltweite Kritik auf sie zu ziehen“, erklärte der russische Abrüstungsexperte Alexander Pikajew vom Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften.
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