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Start eines Progress-M-Raumschiffs. Immer wieder fallen Einzelteile nach so einem Start herunter (Foto: Ballin/.rufo)
Start eines Progress-M-Raumschiffs. Immer wieder fallen Einzelteile nach so einem Start herunter (Foto: Ballin/.rufo)
Montag, 14.04.2008

NASA: Russland größter Verschmutzer im Weltraum

Moskau. Über 12.000 künstliche Objekte kreisen um den Erdball. Der Großteil von ihnen ist bereits kosmischer Schrott und gehört entweder den USA oder Russland. Nach NASA-Angaben ist Moskau der größere All-Verschmutzer.

Ganz korrekt ist die Zuordnung der NASA freilich nicht. So werden alle Nachfolgestaaten der Sowjetunion unter einer Ziffer zusammengefasst. Demnach fliegen immerhin 4.360 Objekte – Satelliten, Antriebsstufen u.ä. – aus Russland und der GUS im Weltraum herum.

Großteil der Kosmos-Apparate sind Schrott


Davon sind lediglich 96 Apparate überhaupt noch einsatzfähig. Der Rest ist Schrott und vermüllt lediglich die Umlaufbahn.

Die USA haben immerhin 4.280 Objekte im Weltraum. Davon sind allerdings auch nur noch knapp ein Zehntel im Einsatz. Den dritten Platz nimmt China ein, das immerhin 2.750 Objekte im All herumfliegen hat.

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• Russische Buran-Raumfähre kommt nach Deutschland (14.03.2008)
• Spionage? Moskau wirft Koreaner aus Weltraumprogramm (10.03.2008)

Recycling nicht vorgesehen


Der die Erde umkreisende kosmische Schrott hat dabei durchaus ernste Auswirkungen. So muss bei den Starts neuer Sputniks stets mitberechnet werden, ob der Satellit nicht mit schon vorhandenen Objekten im All kollidiert.

Zudem kommt es immer wieder vor, dass Raketenteile auf die Erde zurückfallen. Jeden Tag schlage ein Stück kosmischen Mülls wieder auf der Erdoberfläche ein, berichtet die Internetzeitung newsru.

Kaum Gefahr für den Menschen durch herabfallenden Weltraumschrott


Allerdings soll die Chance, von so einem Trümmerteil getroffen zu werden, verschwindend gering sein. Lediglich bei 1: 1 Billion liegt die Wahrscheinlichkeit eines Treffers. Freilich liegt in Teilen Sibiriens und Kasachstans die Wahrscheinlichkeit deutlich höher.

Immer wieder fallen nach Raketenstarts in Baikonur Teile von Treibstofftanks u.ä. im Umkreis von über Tausend Kilometer auf die Erde. Im März haben daher zwei Russen, ein Schäfer und ein Bauer aus dem Altai-Gebiet, Klage gegen die russische Raumfahrtagentur eingereicht.
Sie verlangen von Roskosmos Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 30.000 Euro, nachdem ein gut 3,5 Meter großes Stück Metallschrott im Vorgarten eines der beiden Männer zu Boden ging.



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