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Der Tod fast der gesamten Jaroslawler Eishockeymannschaft erschütterte Anfang September die Welt. (Foto: newsru.com)
Der Tod fast der gesamten Jaroslawler Eishockeymannschaft erschütterte Anfang September die Welt. (Foto: newsru.com)
Montag, 31.10.2011

Absturz in Jaroslawl: verhängnisvolle Pilotenfehler

Jaroslawl/Moskau. Die Untersuchung des Absturzes einer Yak-42 mit der Eishockeymannschaft von Jaroslawl an Bord ist beendet. Ursache für das Unglück sind Fehler des Piloten, die sich gebündelt als verhängnisvoll erwiesen.

Die offiziellen Untersuchungsergebnisse werden vermutlich im Laufe der Woche veröffentlicht, die Zeitung „Kommersant“ stützt sich in ihrem Vorabbericht jedoch auf verlässliche Quellen. Wie diese berichten, hat Chefpilot Andrej Solomenzew die Maschine beim Startlauf „unwillkürlich abgebremst“, indem er die Füße auf die Bremse stellte.

Entscheidungsgeschwindigkeit falsch eingeschätzt


Als er den Steuerknüppel an sich zog, vollzog er ein vollkommen „paradoxes Manöver“, weil er „die Bremse mit aller Kraft drückte“. Möglicherweise ist „die ungewöhnliche Konstruktion der Bremse“ daran schuld. Wenn die Piloten von einer Yak-40 auf den neueren Typ Yak-42 umschulen, komme es oft zu solchen Bremsfehlern.

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• Yak-Absturz: Überlebender bemerkte keine Bremsung (13.10.2011)
• Der Crash von Jaroslawl – mehr als ein Blondinenfehler (12.10.2011)
• Suff in der Kanzel - oder eiserne Disziplin und Strafen (26.09.2011)
• Absturz in Jaroslawl: letzter Spieler gestorben (12.09.2011)
Im Weiteren habe der Chefpilot sich in der sogenannten „Entscheidungsgeschwindigkeit“ verschätzt, und sein Co-Pilot habe den Steuerknüppel „etwas von sich weggeschoben statt ihn in eine neutrale Stellung zu bringen“. Dazu kämen „kleine Unebenheiten auf der Fahrbahn“ und eine erhöhte Vibration im vorderen Fahrwerk.

Angst vor Konsequenzen führen zur Katastrophe


Warum zogen die Piloten aber nicht die Notbremse? Möglicherweise hatten sie erstens Angst, dass das erste KHL-Spiel der Saison, zu dem „Lokomotive“ Jaroslawl nach Minsk unterwegs war, ausfallen könnte, wenn sie nicht rechtzeitig abfliegen.

In dem Fall hätte es mindestens Strafsanktionen und eine Menge Ärger für die Fluggesellschaft „Yak-Service“ und damit auch die Piloten gegeben. Zweitens war es fraglich, ob die Maschine nicht über die Landebahn hinausgeschossen wäre und dort Feuer gefangen hätte, was ebenfalls zur Katastrophe geführt hätte.

Immer noch Zweifel an Pilotenfehlern


Manche Experten sind allerdings immer noch der Meinung, nicht Pilotenfehler hätten das Unglück ausgelöst. Sie gehen davon aus, dass es an Bord technische Probleme gegeben hat.

Eine spätere Simulation der Startsituation habe nur ergeben, dass die Maschine abgebremst nicht abheben konnte. Ob der Pilot tatsächlich die Bremse getreten hat, könne damit aber nicht bewiesen werden.


Bei dem Absturz waren am 7. September 44 Menschen ums Leben gekommen; der russische Eishockey-Nationalspieler Alexander Galimow starb später im Krankenhaus. Nur Bordingenieur Alexander Sisow überlebte; er wurde erst am vergangenen Freitag aus einem Moskauer Krankenhaus entlassen.


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Paulsen-Consult 01.11.2011 - 21:51

Nicht erklärt

Am Flugzeug gibt es keine Notbremse, jedenfalls habe ich noch nie eine gesehen und auch noch nicht davon gehört.
Bei einer 3000 Meter langen Piste dürfte auch ein passagerer Bremsfehler nicht in die Katastrophe führen. Die vorliegenden Informationen erklären die Katastrophe nicht so ganz. Man darf auf den offiziellen Unfallbericht gespannt sein.


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