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| Für die einen ein kurzer Spaß, für die Besitzer ein Drama: ausgebrannte Pkw in Moskau (Foto: tv/newsru) | |
Dienstag, 10.06.2008
Autobrand-Serie: Moskauer Miliz beschuldigt Medien
Moskau. Die Serie von Brandstiftungen an geparkten Autos reißt nicht ab. Die Polizei appellierte inzwischen an die Massenmedien, die Vorfälle nicht hochzuspielen, um potentielle Brandstifter nicht zu animieren.
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In Moskau sind seit dem 30. Mai mindestens 33 abgestellte Autos ausgebrannt. Möglicherweise, so berichteten Medien, hat der Urheber der Brandserie eine Aversion gegen silberfarbene Fahrzeuge.
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Das Feuer, das gelegentlich auch auf benachbarte Autos übergriff sowie die vermuteten Nachahmer in anderen Stadtteilen und russischen Städten zeigten dann allerdings nicht mehr solche Farb-Vorlieben.
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Auch in Sachen Autotypen sind die Brandstifter nicht wählerisch: Vom herumliegenden Autowrack über Gazelle-Kleinlaster bis zum teuren 7er BMW war schon alles dabei. Die Feuerwehr ist dabei machtlos: In der Regel brennt ein Auto in fünf Minuten bereits rettungslos aus.
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Nach den ausführlichen Berichten über die Moskauer Autobrandstiftungen brannten letzte Woche in Perm sechs Autos aus, in St. Petersburg waren es acht und fünf in Wologda.
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Offizieller Informationsfluss wurde eingeschränkt „Die Aufregung, die in der letzten Woche in den Medien geschaffen wurde, animiert nicht ganz zurechnungsfähige Bürger zu Brandstiftungen“, so der Pressesprecher der Moskauer Polizei, Jewgeni Gildejew. Die Behörde werde deshalb vorübergehend zu den Autobränden keine Stellung mehr nehmen.
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Wie die neue Informationspolitik der Polizei aussieht, zeigte sich bereits am Montag: Zunächst hieß es, es hätten in der vorhergehenden Nacht in Moskau keine Autos gebrannt. Später verlautete dann, es hätte vier Autobrände gegeben, die aber alle nicht auf Brandstiftungen, sondern auf Defekte zurückzuführen seien.
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Bisher keine Täter gefasst Die Moskauer Miliz hat eine Sonderkommission zur Aufklärung der Brandserie eingesetzt. Einige Verdächtigte wurden auch schon festgenommen, aber mangels Beweisen wieder freigelassen.
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Aufgeklärt ist eigentlich nur ein „Fall“: Zwei Moskauer Jugendliche hatten am Freitag das Wrack eines auf einem Spielplatz herumstehenden „Oka“-Wracks angezündet.
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